Julian Palacz_HWCar21

FORUM STADTPARK

Julian Palacz
HANDLE WITH CARE

Soft Opening
Freitag, 7. Mai 2021 | 14-19 Uhr

Kuratiert von zweintopf

Ausstellung: 8. Mai to 5. Juni 2021

Fr, 07.05. – Sa, 05.06., Di-Fr 14 – 19 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr
Di-Fr 14-19 Uhr / Sa 11-16 Uhr
Stadtpark 1, 8010 Graz

http://www.forumstadtpark.at/index.php?idcatside=1478

Julian Palacz, der sich in seiner künstlerischen Praxis vornehmlich mit der Macht und Mechanik von Überwachung auseinandersetzt, ändert für »HANDLE WITH CARE« im Forum Stadtpark seine Prämisse.
Statt Überwachung aufzuzeigen, wird er selbst zu jener Instanz, die ungefragt aufzeichnet und dokumentiert, indem er mit Kameras und Mikrofonen präparierte Sendungen verschickt. Das Ergebnis ist ein wertfreier Blick hinter die Kulissen des Versandsystems. Nur auf den ersten Blick zeigen die imposanten Bilder eine rhythmische Choreografie; bei näherer Betrachtung aber offenbart sich ein Regime strenger Effizienz, in dem kaum noch Menschen Platz haben.

Julian Palacz’s artistic practice is primarily focused on the power and mechanics of surveillance. »HANDLE WITH CARE« at Forum Stadtpark changes this premise.  Instead of exposing surveillance he becomes the subject that secretly records and documents by mailing parcels equipped with cameras and microphones. The result is a neutral look behind the scenes of the shipping system. Only at first glance do the striking images reveal a rhythmic choreography. A closer look however reveals a regime of strict efficiency in which there is hardly any human labour.

Kuratiert von zweintopf

Julian Palacz *1983 in Leoben, studierte Digitale Kunst bei Peter Weibel und Virgil Widrich. In seinen Arbeiten widmet er sich einer poetischen Aufbereitung von Daten, die im Hintergrund unseres digitalen Alltags automatisch gesammelt und dabei nur selten unverschlüsselt sichtbar werden. Er lebt und arbeitet in Wien.

HANDLE WITH CARE
Opening: 7.5.2021 · 14 pm
Forum Stadtpark
Stadtpark 1, Graz, AT

https://julian.palacz.at/en/

http://www.forumstadtpark.at/index.php?idcatside=1478&kat=ausstellung

Konrad Prissnitz

Of Julian Palacz and Visual Hacking

Palacz’s aesthetics are always decent and elegant. His works are withdrawn and moreover somewhat sullen; one could almost assume that they are ashamed of the beauty of their existence, whereby they are only part of their origins. Even worse, they reveal themselves as a recycled product of only a part of a product, but have nothing to do with environmental protection. Palacz’s visualised precision mirrors the irony of their concepts, he does this quite automatically, if not fully automated.

Flows inspire Palacz. Almost always quiet ones, but definitely not just a flow of data, and never easy or trendy ones. It can also be flows of behaviour. How do people use a striking area to light matches with on a picture plane that he has pre-prepared?
How does a painter strike a match over Palacz’s model before he lights a cigarette or his oven. And what is achieved by these strikes? Maybe it is the attraction of the coincidental that Palacz knows how to provide. He doesn’t influence its course, but rather allows himself to be curious about the results of the coincidence he has predetermined. Palacz’s test assemblies could also have been constructed from a technical viewpoint, which is the reason behind their legitimacy, as well as the strength of his work.

Published in nevertheless — www.nevertheless.at

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eva_wagner Mystery Garden

GALERIE WELZ Salzburg

EVA W A G N E R

Mystery Garden

Eva Wagner aus der Serie “Blattwerk” – 2021, Gouache, Acryl auf Leinwand, 120 x 100 cm

GALERIE WELZ Salzburg

EVA W A G N E R Mystery Garden

Eröffnung: DIENSTAG, 20. APRIL 2021 | 15 – 19 Uhr

Ausstellung: 21. APRIL – 29. MAI 2021

ÖFFNUNGSZEITEN:Montag – Freitag 10 – 18 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr,

Sonntag geschlossenPfingstsonntag 23. Mai 2021

Pfingstmontag 24. Mai 2021 | 10 – 13 Uhr

Im Erdgeschoß, Sigmund-Haffner-Gasse 165020 Salzburg

Home


EVA W A G N E R Mystery Garden

Während früher eher flüchtige Momente des Alltags in urbanen Umfeldern Eva Wagner als Inspirationsquelle für ihre vielschichtigen Bildkompositionen dienten, so sind nun vegetabile Strukturen zum dominanten Thema ihrer malerischen Recherche geworden.

Eva Wagner aus der Serie “Blattwerk” – 2021, Gouache, Acryl auf Leinwand, 120 x 100 cm

Eva Wagners Bilder haben lange Entstehungsprozesse. Schicht um Schicht mit lasierend aufgetragener Farbe verbindet sie in ihren Bildern abstrakte und figurative Partien und evoziert dadurch den Eindruck unendlicher Tiefe und einer Sogwirkung. Diese Überlagerung verschiedener Bildebenen erzeugt eine Aura des Flüchtigen, Unbestimmten, aber auch des Mysteriösen, Ephemeren. Die Realität ist präsent, aber nie wirklich greifbar und manifest. Durch die abstrakten Farbräume, die sich zwischen den realistisch floralen Zitaten auftun, lässt sie immer genug Spielraum für eigene Assoziationen und Interpretationen des rezipierenden Gegenübers.

EVA WAGNER

Biography

1967 born in Salzburg, Austria

1986-93 studied at the Academy of Fine Artsand the University of Applied Art, Vienna

1992 scholarship to work in Italy

1995 Bauholding AG award of specialrecognition for painting

1996 scholarship to work in Paris, France

1997/98 work in Marrakech, Morocco

2004 work in Dakar, Senegal

2005 Anton Faistauer Prize 2005

2008 KAPSCH Kunstpreis

2011 nomination for the”Grosser Salzburger Kunstpreis”

since 2009 work in Goa, India

Artist in residence in Italy, France, Morocco, Senegal,

Indialives and works in Vienna, Austria

https://www.evawagner.at/index.htm

https://galerie-welz.at/

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Transformation und Wiederkehr

MuS Lentos
Transformation und Wiederkehr
Radikale Nationalismen im Spiegel der zeitgenössischen Kunst
Ausstellung: 24.3.–6.6.2021
KuratorInnen: Markus Proschek, Hemma Schmutz
KünstlerInnen
Monica Bonvicini, Keren Cytter, Martin Dammann, Ines Doujak, Riccardo Giacconi, Erez Israeli, Franz Kapfer, Laibach, Annika Larsson, Henrike Naumann, Markus Proschek, Roee Rosen, Dennis Rudolph, Christina Werner
Let’s talk about it – Reden wir darüber
Donnerstag 15.04 wöchentlich | 16:30-18:30 Uhr
Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz AT
https://www.lentos.at/html/de/6119.aspx

Markus Proschek, Laminat (Opfer), 2019, Courtesy: Markus Proschek/SVIT Gallery Prague

Transformation und WiederkehrRadikale Nationalismen im Spiegel der zeitgenössischen Kunst

Die Ausstellung Transformation und Wiederkehr im Lentos betrachtet Radikale Nationalismen im Spiegel zeitgenössischer Kunst. Die versammelten Werke von 14 KünstlerInnen, reinszinieren und dekonstruieren grundlegenden faschistoide Mechanismen.

Das Jahr 1945 bezeichnet das Ende des zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Herrschaft. Ideen und Weltanschauung bleiben aber auch nach dieser Zäsur in unterschiedlichen Zusammenhängen wirksam. Nationalistische und rechtsextreme politische Strömungen beziehensich direkt oder indirekt auf die Geisteshaltung des Faschismus und Nationalsozialismus. Dieser Wiederkehr rechtsextremer Positionen im Politischen entspricht eine gleichzeitige kritischeRepräsentation des Faschismus in der bildenden Kunst und der Literatur. Ästhetische Versatzstücke dieser Weltanschauung werden auch immer wieder durch die Populärkulturangeeignet. Sowohl im Feld des Imaginären als auch in dem des Realen spiegeln sich diese Erscheinungen wider.

Inv.Nr. G98-HB, Bayer Herbert, Vasenol Werbeplakat Offsetdruck auf Papier, 119,5 x 59,4 cm, o. D. (ca. 1930) Stiftung Erbschaft Frau Joella Bayer (Witwe des Künstlers)

Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen und Strategien einerAuseinandersetzung mit den Phänomenen Faschismus und Nationalsozialismus. Sie reichen von Aneignung und mimetischer Subversion bis hin zur analytischen Betrachtung, Reinszenierung und Dekonstruktion faschistoider Mechanismen, wie der Fetischisierung von Autoritäten oder obsessiven Untergangsphantasien.

Werner_Neues_Europa

Ein Aspekt des Ausstellungsprojektes ist die These des Psychoanalytikers Wilhelm Reich, nach der Faschismus ein originär sexualisiertes politisches Feld mit daraus resultierenden prekären Geschlechtsidentitäten sei. Daraus ergibt sich die Fragestellung wie dieses politische System, trotz (oder gerade wegen?) seines real reaktionären Charakters, eine kontinuierlicheProjektionsfläche transgressiver Phantasien werden konnte. Schlussendlich soll diese Ausstellung auch einen Blick darauf werfen, welche künstlerischen Strategien dazu geeignet sind, aktuelle totalitäre und rechtsextreme Entwicklungen zu visualisieren.

Abstract von Klaus Schönberger zum Termin:
Rechte Bilder für das Gefängnis der Identität – Protestartikulation rückwärtsgewandt auf der Höhe der Zeit

8.4.2021 | 18 Uhr

Die rechte Bildproduktion versucht offensichtliche Bezugnahmen zum historischen Nazi-Faschismus tunlichst zu vermeiden. Tatsächlich aber weist (nicht nur) ihre ästhetische Mobilisierung klare Parallelen zur NS-Bewegung vor 1933/38 auf. Dass dies gegenwärtig meist nicht bemerkt wird, liegt einerseits an der verbreiteten Vorstellung, “die Nazis” seien ein bisschen blöde, haben Glatzen, würden grimmig daher schauen und wären immer schon «ewig gestrig» gewesen. Dabei wird übersehen, dass bereits die historische Nazi-Bewegung absolut modern gewesen ist, ihre ideologischen Statthalter akademisch gebildet und aus der Mitte der Gesellschaft gekommen sind. Ähnlich verhält es sich gegenwärtig.
 

Soldier_Studies_Dammann

Rechte Aktionen und Interventionen orientieren sich an den politischen Aktionsformen der Neuen Linken und ihre politische Strategie beziehen sie von dem marxistischen Theoretiker Antonio Gramsci. Ideologisch rückwärtsgewandt fordern sie das ethnokulturelle Gefängnis der Identität und verknüpfen dies mit politischen Artikulationsformen auf der Höhe der Zeit.

Das Webinar wird ausgehend von den gesellschaftlichen Grundlagen der (nicht nur) rechtsextremen gegenwärtigen Bildproduktion, dieselbe im Kontext ihrer Aktionsformen diskutieren, sie nach Parallelen zum Nazi-Faschismus befragen und nach Gegenstrategien suchen.

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4th Mediterranean Biennale2021

THE 4TH MEDITERRANEAN BIENNALE Israel Haifa
LIVING TOGETHER — CROSSING BORDERS
Opening: Tuesday, 6 April 2021 | 17 -22 pm
Opening reception: 19:30 pm
Director & Curator: Belu-Simion Fainaru, Avital Bar-shay

Participating artists:
AES+F (Russia), HANNAN ABU-HUSSEIN (Israel), LELA AHMADZAI (Germany / Afghanistan), RASHID AL KHALIFA (Bahrain), NEVIN ALADAĞ (Germany / Turkey), ANNA ANDERS (Germany), CARLOS AMORALES(Mexico), ABIR ATALLA (Israel), AVITAL BAR-SHAY(Israel), AVNER BEN-GAL (Israel), JANET BIGGS (USA), IRINA BOTEA BUCAN & JON DEAN (Romania / UK), THORSTEN BRIKMAN (Germany)RAAYA BRUKENTHAL (Israel), MICHAL CHELBIN (Israel), CHTO DELAT (Russia), EDUARD CONSTANTIN (Romania), TRACEY EMIN(UK),
BELU-SIMION FAINARU (Israel), REUT FERSTER (Israel), SHIRA GEPSTIEN-MOSHKOVICH (Israel), AMOS GITAI (Israel), ADRIAN GHENIE (Germany / Romania) ION GRIGORESCU (Romania), NETA ISHAY (Israel), ORIT ISHAY (Israel), BOAZ KAIZMAN (Germany / Israel), MUHAMMAD SAID KALLASH(Israel), ALI KAZMA (Turkey), HACER KIROGLU (Turkey), DANIEL KNORR (Germany / Romania), JANNIS KOUNELLIS (Italy), ANNA LUKASHEVSKY (Israel), IDDO MARKUS (Israel), ALMAGUL MENLIBAYEVA (Germany / Kazakhstan), CIPRIAN MURESAN (Romania), HIAM MUSTAFA (Israel), ARASH NASSIRI (France / Iran)KARAM NATOUR (Israel),
IULIA NISTOR (Germany / Romania), BOAZ NOY (Israel), MARIO PFEIFER (Germany) MANUEL SAIZ (Spain), SHAHAR SIVAN (Israel), FATMA SHANAN (Israel), ANGELIKA SHER (Israel) KHEN SHISH (Israel), MICHA ULLMAN(Israel), SAMIRA WAHABI (Israel), OR FAINARU (Israel), KAY WALKOWIAK (Austria) CLEMENS VON WEDEMEYER (Germany), PAVEL WOLBERG (Israel), SHARON YAARI (Israel), OLA ZAITOUN (Israel), HECTOR ZAMORA (Portugal / Mexico), AMIRA ZIAN (Israel), NATALIA ZURABOVA (Israel)

6 April – 15 June 2021
HAIFA / SAKHNIN VALLEY
Venues: Main exhibition: NB Haifa School of Design; City Center Mall; Café Aroma, 8 Ben Gurion Blvd, Haifa; the Colony Hotel, 28 Ben Gurion Blvd, Haifa; Daniel Hair Salon, 36 Ben Gurion Blvd, Haifa; Kingdom Bar, 37 Ben Gurion Blvd, Haifa; Strudel Restaurant, 39 Ben Gurion Blvd, Haifa; Haifa Tourist Board,
48 Ben Gurion Blvd, Haifa, French Consulat Hagefen st. 37.
https://mediterraneanbiennale.com/

The Mediterranean Biennale offers an alternative platform, highlighting the local processes being created in the region and enhancing their cultural impact by means of art directed toward the community; art that emerges from the museum walls and integrates with the city. The city becomes a place for artistic thinking and inspiration, and a laboratory for ideas and creativity.Entitled “LIVING TOGETHER—CROSSING BORDERS”,

the 4th Mediterranean Biennale seeks to reinforce solidarity, delving into the notion of the city as a shared public space, in response to the current Coronavirus crisis and its aftershocks. It sustains interpersonal interaction beyond borders in a time of travel restrictions and social distancing.

Iddo Markus 2021

The Mediterranean Biennale is celebrating its tenth anniversary since its inauguration in 2010 as a model for multicultural cooperation and dialogue spanning diverse outlooks and opinions held by different communities and groups. It offers a venue in which one may discuss social issues relevant to contemporary society and explore art as a bridge between cultures.

Entitled “LIVING TOGETHER—CROSSING BORDERS,” this year the Biennale seeks to reinforce social solidarity, delving into the notion of the city as a shared public space, in response to the Coronavirus crisis and its aftershocks. It sustains interpersonal interaction beyond borders in a time of travel restrictions and social distancing. The Mediterranean Biennale offers an alternative platform, highlighting the local processes being created in the region and enhancing their cultural impact by means of art directed toward the community; art that emerges from the museum walls and integrates with the city. The city becomes a place for artistic thinking and inspiration, and a laboratory for ideas and creativity.

The city will serve the Biennale as a meeting point for artists, artworks, and audiences. Through art, viewers will be able to explore different parts of the city, wander around and discover the urban spaces and the people living in them. The Biennale asks how to build and maintain structures of solidarity to counter isolation in light of current restrictions. It will function as a locus that brings people from different cultures together, striving to introduce art as a a tool that shortens distances and expands possibilities, providing a forum for the exchange of ideas and sharing of experiences even when physically distanced.

The 4th Mediterranean Biennale will present work by 50 participants, approximately half of them from overseas, including artists from Middle Eastern countries such as Iran, Afghanistan, Turkey, Bahrain, etc., whose work will be featured throughout Haifa’s German Colony, and later this year—in the Sakhnin Valley. In Haifa, the works will be presented in alternative spaces, such as the NB Haifa School of Design, which will be the main venue, as well as at the Colony Hotel, in cafes, a hair salon, the City Center Mall, and a hookah (Nargila) bar—venues that form an urban walking route.The exhibition was initiated by Haifa-based entrepreneurs and curators, Avital Bar-Shay and Belu-Simion Fainaru, in collaboration with the NB Haifa School of Design, where the main exhibition will be staged, as well as the owners of the cafes, hotels, and mall. All of them have come together and taken the initiative to conceive of an art event as a focal point of cooperation, experience, and learning.

https://mediterraneanbiennale.com/

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Hubert Scheibl_Seeds of Time

ALBERTINA
Hubert Scheibl − Seeds of Time
AB 25. JUNI 2021
Ausstellung: 25. Juni – 3. Oktober 2021
Täglich | 10 – 18 Uhr
Albertinaplatz 1, 1010 Wien https://www.albertina.at/ausstellungen/hubert-scheibl-seeds-of-time/

Hubert Scheibl − Seeds of Time

AB 25. JUNI 2021

Die ALBERTINA lädt zu einer außergewöhnlichen Begegnung mit dem international renommierten österreichischen Künstler Hubert Scheibl. Denn der Künstler selbst wird hier auch zum Kurator und stellt die von ihm ausgewählten eigenen Arbeiten, Kunstwerken aus den Beständen der ALBERTINA gegenüber. Zwischen den subtil gegenübergestellten Werkgruppen entwickeln sich intensive Dialoge, die gleichzeitig auf den inneren Dialog des Künstlers mit seiner Kunst wie auch die Auseinandersetzung mit Außenstehenden verweisen.

Robert Longo | Untitled (Interior Apartment Frontdoor with Bars, 1938), 2000 | ALBERTINA, Wien © Robert Longo Bildrecht, Wien 2021

Die Auswahlkriterien sind dabei vielfältig: formale, inhaltliche wie auch assoziative Aspekte leiten den Künstler in seinem Entscheidungsprozess. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Skulpturen und Künstlerbücher unterschiedlichster Schaffensperioden umkreisen umfassende Themenbereiche. Topoi wie Evolution und Natur, das „ständige Oszillieren zwischen hüben und drüben“ (Hubert Scheibl), das Durchbrechen von Raum- und Zeitachsen sind Ausgangspunkte dieser Annäherung. Die Präsentation wird aus drei Kapiteln bestehen, die auf die drei architektonisch sehr unterschiedlichen Ausstellungsräume der Pfeilerhalle reagieren.

ArtNewsletter

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The_Wishing_Well_2021

“The Wishing Well”, Serge Attukwei Clottey for Desert X 2021

Desert X 2021 DESERT BIENNIAL 2021

Serge Attukwei Clottey | The Wishing Well

33.868111, -116.552750

12 March- 16 May 2021

On view from sunrise to sunset

James O. Jessie Desert Highland Unity Center

480 W. Tramview Road Palm SpringsCoachella Valley

in southern California PO Box 4050 Palm Springs

CA 92263 United States

© DESERT BIENNIAL 2021

https://www.afrogallonism.com/

https://desertx.org/dx/desert-x-21/serge-attukwei-clottey

The Wishing Well is a sculptural installation of large-scale cubes draped with sheets of woven pieces of yellow plastic Kufuor gallons used to transport water in Ghana. Transforming a public park into a destination, The Wishing Well refers to the wells to which many people around the world must trek daily to access water. Europeans introduced Kufuor gallons, or jerrycans, to the people of Ghana to transport cooking oil. As repurposed relics of the colonial project, they serve as a constant reminder of the legacies of empire and of global movements for environmental justice. Sited in the Coachella Valley, whose future is deeply dependent on water, The Wishing Well creates a dialogue about our shared tomorrow.

“The Wishing Well”, Serge Attukwei Clottey for Desert X 2021

Serge Attukwei Clottey (Accra, Ghana, 1985) explores the sociopolitical, economic, environmental, and cultural legacies of the colonial project in Africa. Using yellow plastic jerrycans known as Kufuor gallons, he creates sculptures, installations, and performances that speak to histories of colonial pillaging and its effects on trade and migration. These gallons function as material and a striking symbol in Attukwei Clottey’s practice: a reminder of the way violent pasts manifest in the everyday.

The artist and Desert X would like to thank the generous support of the Desert Highland Gateway Estates Community Action Association and SIMCOR.

https://www.instagram.com/_desertx/

Serge Attukwei Clottey (b. 1985) is known for work that examines the powerful agency of everyday objects. Working across installation, performance, photography and sculpture, Clottey explores personal and political narratives rooted in histories of trade and migration. Based in Accra and working internationally, Clottey refers to his work as “Afrogallonism”, a concept that confronts the question of material culture through the utilisation of yellow gallon containers.

Cutting, drilling, stitching and melting found materials, Clottey’s sculptural installations are bold assemblages that act as a means of inquiry into the languages of form and abstraction. Utilising flattened Kuffuor gallon, jute sacks, discarded car tires and wood pieces, he forms abstract formations onto which he inscribes patterns and text. In doing so, he elevates the material into a powerful symbol of Ghana’s informal economic system of trade and re-use. While some surfaces resemble local textile traditions such as Kente – a key reference in west African Modernism throughout the 20th century – others refer to barcodes and feature Chinese characters in reference to the emergence of new power structures in Ghana. In Clottey’s drawings, the artist explores a formalist approach, depicting disjointed figures and faces, not unlike the visions of nude women under Cubism, a European movement which drew heavily from traditional African tribal sculpture.

At the centre of Clottey’s engaged dialogue with Ghana’s cultural history is the notion of performance as a daily activity. Through his notable work, My Mother’s Wardrobe, presented at Gallery 1957, Clottey used performance to explore traditional gender roles along with notions of family, ancestry and spirituality. In a personal work inspired by the aftermath of the death of his mother, the artist staged a performance exploring the concept of material possessions honouring women as the collectors and custodians of cloth that serves as signifiers of history and memory. Clottey’s work sits at the intersection of making and action, drawing heavily on the artist’s immediate and ever-changing environment.

http://www.gallery1957.com/artists/serge-attukwei-clottey/

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ON_TRANSIENT_PHENOMENA

GALERIE ESTERMANN+MESSNER

SISSA MICHELI

ON TRANSIENT PHENOMENA

Soft Opening: Dienstag, 02. März 2021 | 15 -20 Uhr

Soft-Finissage: Donnerstag 15. April 2021 | 15 – 20 Uhr

Ausstellung: 3. März – 15. April 2021

Öffnungszeiten:Donnerstag und Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag 11 – 15 Uhr

Himmelpfortgasse 22, 1010 Wien

http://www.estermannmessner.at/Vorschau/https://www.sissamicheli.net/aktuell_sissa.php

Sissa Micheli, Scenario of Metamorphosis I, 120 x 80cm, 2021

SISSA MICHELI

ON TRANSIENT PHENOMENA

Exhibition: 2. März 2021 – 15. April 2021

Sissa Micheli hinterfragt in vielfältigen Fotografien, Videoarbeiten und Objekten Alltägliches und Bekanntes, eröffnet neue Blickwinkel und Sichtweisen.

Die Bildoberfläche verweist oft auf etwas Anderes, dahinter Liegendes, auf eine verborgene Geschichte, die nur erahnt werden kann. Neugierig und forschend nähert sie sich ihren Untersuchungsfeldern und erschafft einen sinnlichen wie hintergründigen Mikrokosmos, der sich zwischen Realität und Fiktion bewegt.

Jenseits der funktionalen Zuschreibung verleiht Micheli Objekten aufgeladene Bedeutungsebenen mit surrealer Strahlkraft.

Sissa Micheli, Scenario of Metamorphosis I, 120 x 80cm, 2021

So zeigt die Künstlerin Fotoarbeiten aus der Serie „Museum Rapsody – Objective Correlatives”, in der sie Gegenstände miteinander kombiniert, ohne dass diese in einem zwingenden Verhältnis zueinanderstehen. Durch ein feinfühliges poetisches wie humorvolles Arrangement werden sie aber gegenseitig mit neuem Sinn aufgeladen. Die Inszenierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit Michelis, das bewegte, dynamische Bild ein ständiger Begleiter.

Mit fliegenden Kleidungsstücken erschafft sie faszinierende temporäre Skulpturen, die in einem sinnlich dynamischen Spiel das Flüchtige und Vergängliche feiern. In den neuen Fotografien schweben mächtige Textilien vor dem Gesicht einer Frauengestalt. Der in die Welt geworfene Mensch ist verletzlich, der Endlichkeit und dem Tod ausgeliefert. Teilweise noch vor der Pandemie entstanden, erscheinen die Kunstwerke von Micheli gegenwärtiger den je.

Sie erfahren, unter dem Eindruck unserer aktuellen unsicheren Zeit, eine neue Beachtung und Lesart.

– Günther Oberhollenzer

aus Scenography of Existence, 2020.

Alessandro Casciaro Art Gallery Bolzano, S.7-10.

Sissa Micheli, Scenario of Metamorphosis I, 120 x 80cm, 2021

Sissa Micheli 1975 in Bruneck, Südtirol geboren

lebt und arbeitet in Wien.

Ausbildung 2000-2002 Schule für künstlerische Photographie, Wien

2002-2007 Diplomstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Franz Graf, Gunther Damisch und Matthias Herrmann

2006 Treffen mit Louise Bourgeois, Mitbegründerin und Kuratorin der Ausstellungsreihe und Fotozeitung „Schaugrund“ Wien

2007-2011 Dozentin an der internationalen Sommerakademie für bildenden Kunst und Medientechnologie Venedig

https://www.sissamicheli.net/curriculum_sissa_de.php

FOTO WIEN Festivalzentrale

Otto Wagner Postsparkasse Wien

Fotobuch-Ausstellung und Photobook Award 2021

MOUNTAIN PIECES. REFLECTING HISTORY

Eröffnung / Katalogpräsentation 9.3.2022 | 19 Uhr

eine zweiteilige Ausstellungim Zusammenarbeit/ LUMEn im Monat der Foto Wien

Ausstellung: 9 – 27 MÄRZ 2022

https://www.fotowien.at

Galerie Modulart

Monat der Foto Wien

MOUNTAIN PIECES. REFLECTING HISTORY

eine zweiteilige Ausstellung

Eröffnung mit Katalogpräsentation 18.3.2022 | 19 Uhr

Ausstellung: 19.3. 26.3.2022

Lorenz Estermann & Joe Messner

Grosse Sperlgasse 32-34, 1020 Wien

https://www.modulart.at

FONDAZIONE PINO PASCALI

MUSEO DI ARTE CONTEMPORANEA

PRENDERSI CURA

Progetto SHOWCASE 2.0

opening: 24.3.2021 | 7 pm

a cura di Muratcentoventidue Arte Contemporanea

Exhibition:

VIA PARCO DEL LAURO 119, 70044 POLIGNANO A MARE (BA)

https://www.museopinopascali.it/?lang=en

Künstlerhaus Wien

(K)EIN MENSCH IST EINE INSEL

Group Exhibition

kuratiert von Günther Oberhollenzer

Ausstellung: 21.4. – 8.8.2021

Karlsplatz 5, 1010 Wien

https://www.k-haus.at/…/k-ein-mensch-ist-eine-insel.html

Kunstforum Unterland Neumarkt

CORRELATING OBJECTS

Ausstellung: 24.7. – 27.8.2021

Lauben 26, Neumarkt

https://www.bzgcc.bz.it/de/Kunstforum

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WELTjournal_Assange_War crimes – Australia’s disgrace

Fotocredit: ORF/JAVA

WELTjournal +: „Kriegsverbrechen – Australiens Schande“

WELTjournal +: “War crimes – Australia’s disgrace”

Broadcast: Sendung: MI, 17.02.2021, 22:30

Person: @JulianAssange Dokumentation

Seit neun Jahren lebt der Wikileaks-Gründer und Aufdecker Julian Assange von der Außenwelt abgeschnitten unter Arrest. Nach sieben Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London sitzt er nun seit fast zwei Jahren in britischer Haft. Über ihm schwebt nach wie vor die Gefahr einer Auslieferung an die USA, wo ihm eine Gefängnisstrafe von 175 Jahren droht, wenn nicht sogar die Todesstrafe. Die USA werfen ihm die Gefährdung der Nationalen Sicherheit vor, weil Assange geheime Dokumente aus den Kriegen im Irak und in Afghanistan an die Öffentlichkeit brachte. Bekannt wurde der unbequeme Aufdecker erstmals 2010 mit der Veröffentlichung eines Videos, das ein amerikanisches Kriegsverbrechen in Bagdad dokumentiert. Für Menschenrechtsorganisationen wie ‚Amnesty International’ oder ‚Reporter ohne Grenzen’ stehen mit der Kriminalisierung des Wikileaks-Gründers Presse- und Informationsfreiheit auf dem Spiel. Das WELTjournal zeigt, wie der unkonventionelle Aufdecker Julian Assange von den USA und anderen westlichen Regierungen zu einem der gefährlichsten Widersacher gestempelt wurde, und welch hohen Preis der mittlerweile 50-Jährige für seine Haltung bezahlt. Über die Methoden von Wikileaks gehen die Meinungen auseinander. Doch auch viele Kritiker räumen ein, dass Assanges Verfolgung und Inhaftierung mit den Maßstäben von Pressefreiheit, Demokratie und Menschenrechten nur schwer vereinbar sind.

Stella Moris #DropTheCharges
@StellaMoris1

Im Bild: 9 Jahre Isolation haben bei Julian Assange Spuren hinterlassen.

„WELTjournal“-Reportage über „Julian Assange – Neun Jahre unter Arrest“

Am 17. Februar um 22.30 Uhr in ORF 2, danach: „WELTjournal +: Kriegsverbrechen – Australiens Schande“

Seit neun Jahren lebt der Wikileaks-Gründer und Aufdecker Julian Assange von der Außenwelt abgeschnitten unter Arrest. Nach sieben Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London sitzt er nun seit fast zwei Jahren in britischer Haft. Über ihm schwebt nach wie vor die Gefahr einer Auslieferung an die USA, wo ihm eine Gefängnisstrafe von 175 Jahren droht, wenn nicht sogar die Todesstrafe. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 17. Februar 2021, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Julian Assange – Neun Jahre unter Arrest“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.10 Uhr die Dokumentation „Kriegsverbrechen – Australiens Schande“.

Stella Moris #DropTheCharges
@StellaMoris1

WELTjournal: „Julian Assange – Neun Jahre unter Arrest“

Die USA werfen Julian Assange die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor, weil er geheime Dokumente aus den Kriegen im Irak und in Afghanistan an die Öffentlichkeit brachte. Bekannt wurde der unbequeme Aufdecker erstmals 2010 mit der Veröffentlichung eines Videos, das ein amerikanisches Kriegsverbrechen in Bagdad dokumentiert. Für Menschenrechtsorganisationen wie „Amnesty International“ oder „Reporter ohne Grenzen“ stehen mit der Kriminalisierung des Wikileaks-Gründers Presse- und Informationsfreiheit auf dem Spiel.

Das „WELTjournal“ zeigt, wie der unkonventionelle Aufdecker Julian Assange von den USA und anderen westlichen Regierungen zu einem der gefährlichsten Widersacher gestempelt wurde und welch hohen Preis der mittlerweile 50-Jährige für seine Haltung bezahlt. Über die Methoden von Wikileaks gehen die Meinungen auseinander. Doch auch viele Kritiker/innen räumen ein, dass Assanges Verfolgung und Inhaftierung mit den Maßstäben von Pressefreiheit, Demokratie und Menschenrechten nur schwer vereinbar sind.

WELTjournal +: „Kriegsverbrechen – Australiens Schande“

Australische Soldaten haben bei ihrem Einsatz in Afghanistan mindestens 39 Zivilisten „unrechtmäßig“ getötet. Zu diesem Ergebnis kommt ein Untersuchungsbericht der australischen Streitkräfte. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte Australien mehr als 26.000 Soldaten nach Afghanistan entsandt, um an der Seite der US-Armee gegen die islamistischen Taliban-Milizen zu kämpfen. Derzeit befinden sich noch rund 1.550 australische Soldaten im Land.

„WELTjournal +“ zeigt exklusives Video-Material der australischen Armee, das die Kriegsverbrechen dokumentiert. So ist auf Handy-Aufnahmen zu sehen, wie ein junger Soldat einer Spezialeinheit einen unbewaffneten afghanischen Bauern aus nächster Nähe erschießt. In einigen Fällen haben die Soldaten neben den Leichen der Opfer nachträglich Waffen platziert, um eine Tötung im Gefecht vorzutäuschen. Ein ehemaliger Soldat, der selbst Augenzeuge war, sagt heute über seine Einheit: „Wenn sie zurückblicken, werden sie erkennen, dass wir einmarschierten und mordeten und es nichts Ehrenwertes war, was wir getan haben.“


🎗#YellowRibbons4Assange #YellowArmbands4Assange

https://presse.orf.at/archives/orfpic/view/1649988252?hide_header=1

https://www.facebook.com/groups/173964302625617

https://www.facebook.com/FreeAssangeCQ

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VoT_BLACK BOX

VOLKSTHEATER

BLACK BOX von STEFAN KAEGI // RIMINI PROTOKOLL

Regie STEFAN KAEGI // RIMINI PROTOKOLL

PHANTOMTHEATER FÜR 1 PERSON

ab 20. Februar 2021

Audiowalk durch die Räumlichkeiten des frisch sanierten Volkstheaters

Termine: Samstag, 20.2.2021 | ab 13 Uhr Ausverkauft

21.02.2021 | ab 11 Uhr – 27.02.2021 | ab 13 Uhr – 28.02.2021 | ab 11 Uhr

jeweils alle 5 Minuten für eine*n Besucher*in, Dauer ca. 90 Minuten

Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

https://www.volkstheater.at/stueck/blackbox/

Black Box von Stefan Kaegi // Rimini Protokoll

Konzept, Skript und Inszenierung Stefan Kaegi // Rimini Protokoll

Monatelang standen die Theater leer. Aufführungen vor gefüllten Sälen waren bis auf weiteres verboten. Ausstellungsbesuche durch Einzelpersonen waren dagegen erlaubt. Folgerichtig wurde das Black-Box-Theater zum White-Cube-Museum und stellt sich selbst aus: Das Phänomen, dass hier Menschen zusammenkamen, um Kunst zu sehen. In den leeren Räumen hallte nach, was die Menschen hier verband – Gefühlsstürme, Lacher, Tränen und Applaus. Aber was bleibt von einer flüchtigen Theateraufführung überhaupt zurück? Aufzeichnungen, Kritiken und selbst Regiebücher bilden nur einen Teil der Aufführung ab. Hormone, Gerüche, Textur haben andere Spuren hinterlassen. In ihrer Leere entwickeln Zuschauer*innenräume, Bühne, Garderoben und Lichtbrücken den Charme von Ruinen: Post-Spektakel. Die Bühne und ihre Umgebung als temporäre Ruine einer rituellen Versammlungsstätte. Eine Archäologie der Repräsentation von Gesellschaft. Schicht für Schicht abgetragen gibt das Gebäude den Blick frei auf das, was Theater war, ist, sein kann.Wieviel davon ist technisch simulierbar, reproduzierbar, synchronisierbar? Was ist, wenn sich die Weltsimulationsmaschine Theater von selbst in Bewegung setzt und das Publikum ins Zentrum des Geschehens rutscht? COVID-19 hat möglich gemacht, was sich sonst kein Schauspielhaus erlauben könnte: ein ganzes Haus spielt für eine Person.

Wie in Andrei Tarkowskis Film STALKER geht alle fünf Minuten ein*e Besucher*in vorsichtig durch die Flure, mit Kopfhörern und Handschuhen treten sie durch die leeren Reihen im Zuschauer*innenraum auf die Unterbühne und betreten das Labyrinth der Fiktionsmaschine. Die Black Box öffnet sich den rekonstruierenden Forscher*innen und stellt die Frage:

Wo sind die anderen? In Zeiten von sozialer Distanz und Isolation gilt es hier zu entdecken, was Gemeinschaft bedeutet.Erinnerung funktioniert wie ein Palimpsest aus vielen Schichten. Stefan Kaegi von Rimini Protokoll nimmt Expert*innen für politische Gemeinschaft, Simulation und Erinnerung auf; Menschen, deren Leben mit diesen Räumen und der Idee von Theater verbunden sind: Maskenbildner*innen und Souffleur*innen, Ensemblemitglieder und Philosoph*innen…Zwischen ihren binaural im Raum inszenierten Stimmen und ortsspezifischen Klängen entsteht eine Fährte durch den Körper des Theaters, die en passant zu einem Gang ins Unterbewusste der Gesellschaft werden könnte.

Für das Volkstheater, das nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch für eine Grundsanierung ein ganzes Jahr geschlossen war, entwickelt Stefan Kaegi den Ansatz seines Stücks BLACK BOX weiter.

Die ursprüngliche Idee entstand im Théâtre Vidy in Lausanne, dessen Räumlichkeiten kurz darauf abgerissen wurden und Platz für ein neues Gebäude machten, wurde danach im Staatsschauspiel Stuttgart fortgeführt, einem Haus, das den Spielbetrieb über Monate hinweg vollständig einstellen musste.

Niemand weiß, auf welche Situation die Adaption von BLACK BOX in Wien treffen wird. Wird das Stück das Erwachen des Volkstheaters aus dem Dornröschenschlaf reflektieren, das Publikum – als Audiowalk – erstmals durch die in neuem Glanz erstrahlenden Räumlichkeiten führen und die Frage stellen, welche Spuren seiner wechselhaften Geschichte getilgt und welche noch wahrnehmbar sind? Oder drängen die zur Zeit nicht vorhersehbaren Bedingungen dem Stück erneut eine mehr forensisch-archäologische Perspektive auf: Theater, was es einmal war – und was es, wenn wir diese dunkle Zeit hinter uns gebracht haben, in Zukunft wieder sein könnte?

Der Besuch der Inszenierung ist nicht barrierefrei.

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Monochrome: The Draftsman

Artists House TLV

Monochrome: The Draftsman

Miriam Gamburd, a leading artist who engages in drawing, invited selected students to exhibit their works

alongside her own and those of her father, Moisey Gamburd (1903–1954), who was a master draftsman.

Artist: Moisey Gamburd | Alex Broitman | Tsuki Gabrian | Miriam Gamburd

Oren Markovitz | Iddo Markus | Noam Omer | Rani Pardes | Yair Perez

Assaf Rahat | Sigal Tsabari | Shahar Yahalom | Artur Yakobov

Arie Berkowitz – curator

Moisey Gamburd (1903–1954), The Call to Arms, 1928, oil on canvas, 400×250

Exhibition: 18. February – 13. March 2021

Opening hours: Sunday-Thursday 10 – 13, 17-19 Friday 10 – 13 / Saturday 11 – 14

Elkharizi St 9, Tel Aviv-Yafo, Israel

http://artisthouse.co.il/en/

Monochrome: The Draftsman
Arie Berkowitz, curator of the exhibition, in conversation with to Miriam Gamburd

Arie Berkowitz: What do the project participants have in common?
Miriam Gamburd: My former students are now my colleagues. What we have in common is our approach to drawing – not only the initial or intermediate phase, but also drawing as the “finished product” of the artistic process. Something else we have in common, no less important, is our love for drawing that unites us.

Rani Pardes, The Last Three Seconds, 2020, charcoal and varnish on MDF, 130×130 Photo: Shaxaf Haber

A.B.: The exhibition also includes drawings by your father, Moisey Gamburd. Is there a connection between him and your students?

M.G.: Absolutely. I take fundamental elements from his drawing, on which I build my teaching doctrine. This is how a local, indigenous tradition is formed. Some of my father’s most important drawings (now in the collection of the State Tretyakov Gallery in Moscow), were created while he was in Palestine in the 1930s. Apart from considerable knowledge, they have distinct sublime qualities. Emotion and talent cannot be taught. They can only be developed and fine-tuned. Culture and tradition, on the other hand, can certainly be imparted.


A.B.: The origin of the term “tradition” in Hebrew is in religion… Contemporary art strives for constant renewal, and Israeli art regards itself as an integral part of the process. It values avant-garde much more than tradition, for avant-garde rejects tradition.

M.G.: There’s an assertion made by Jacques Derrida, which I like. Instead of a conflict between tradition and the avant-garde, he proposes coexistence. This is a wonderful idea, but the avant-garde has won the battle, and one should not expect the winning revolutionary ideology to show mercy towards the loser. Revolutionary movements evoke affection up to the point where they seize power, and then, they soon become tyrannical. Concepts such as “retro avant-garde” and “pseudo avant-garde” have emerged in critical discourse. In his new book on drawing, Romance with a Pencil, my friend, artist Sasha Okun, writes: “Drawing is an opposition, a romantic anachronism of sorts… It is a cultural symbol, a chain dating back thousands of years that must not to be broken.

Assaf Rahat, from the series Street Drawings, 2018, ballpoint pen on paper, 21×29.5

A.B.: Tradition demands discipline. How is this congruent with creative freedom?

M.G.: Great art never demanded freedom of expression, because, one may assume, it took it by itself. The sacred freedom of expression, liberty… Many generations have fought for the liberation of art from various ideologies, only to lead it eventually into the trap of auctions and big money. Regarding discipline, Igor Stravinsky, one of the most influential and innovative composers of the 20th century, said that following given sheet music does not limit the musician; quite the opposite, it is a precondition for a virtuoso performance. For me, tradition is a constant dialogue with the great masters. I like to consult with Félicien Rops, Honoré Daumier, and Aubrey Beardsley; they often answer my questions. The constant living discourse with great colleagues from the past is similar, in my mind, to the dialogue of the Jewish Amoraic sages of the Talmud with the Tana’im – Jewish sages of the Mishnaic period, who preceded them. Drawing as a genre is an extra-temporal phenomenon. In other words, there is no early and late in drawing. The animal depictions by prehistoric man in the Cave of Altamira in Spain are not inferior to Picasso’s bull drawings.

A.B.: Do you think drawing does not acknowledge progress?


M.G.: The clearly positive connotation associated with the concept of “progress” has lost ground. I would say that drawing is not controlled by progress. It won’t find its place in state-of-the-art digital technologies. After all, without the artist’s touch, it cannot exist. My students probably have a different view.

October 2020

Miriam Gamburd, Shoshana and the Elders, 2004, sanguine pencil on paper, 50×72

About Drawing

Miriam Gamburd: I have been blessed with a valuable bequest handed down to us by draftsmen throughout the generations. The cache is in my possession. Will I waste it, expand it, or treasure it?

Oren Markovitz, Untitled, 2020, oil and charcoal on paper, 50×65

Oren Markovitz: Painting is like boxing with gloves. Drawing, on the other hand, is boxing with bare knuckles.

Tsuki Garbian: The series was inspired by X-rays of masterpieces. The X-ray removes the painting’s epidermis, the glossy glasslike surface, and reveals the truth beneath, the painting’s skeleton, the artist’s stammering and hesitation.

Sigal Tsabari, Phases, 2019, pencil on paper, 68×68.5
Photo: Avi Amsalem, private collection

Sigal Tsabari: The pencil drawings of plants collect multiple temporalities and incarnations of growth; they are a journey of ongoing discovery. During the evolution of the drawing, I look for a skeleton, the spine of a stem or a branch, or the movement of plants, which allows me to move freely with the nature’s transformations. Perhaps it is actually a musical thought, signaling when to stop.

Yair Perez, Second Lockdown, 2020, charcoal, pencil, marker, acrylic, and collage on canvas, 108×61

Yair Perez: Drawing is the constant search for the way. I follow the line.

Alex Broitman, Which Way is Up?, 2020, charcoal and pastel on wood, 127×252 Photo: Ran Erde

Alex Broitman: Today, figurative art has switched places with conceptual art. The figurative marches on, enriched by the conceptual experience.

Artur Yakobov, Cerberus, 2005, graphite on paper, 120×180

Artur Yakobov: Drawing is like strumming the strings of the soul.

Noam Omer: I perceive drawing as a relief, a one-directional monochromatic sculpture. When I say sculpture, I refer to the texture and lighting of the drawing, which make it such, whether rendered in ink, charcoal, or pencil. Texture, lighting and monochrome are, to me, the real meanings of drawing.

Assaf Rahat: When I draw the homeless, I am aware of the danger: I do not want to take their modesty away or appropriate their souls.

Rani Pardes: I use monochrome as a metaphor for reality. The carving noise and the scratch of the spur thorn on the board.

Shahar Yahalom: Drawing is an exposed nerve, bruised by regrets. Its transparency stems, among others, from the medium’s inability to carry layers of concealment and erasure.

Iddo Markus, Livi/My Heart?? in the Carmel, 2018, oil on wood, 15×28 Photo: Livi Kessel

Iddo Markus: The unknown is greater than the known, as happens in drawing.

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Moisey Gamburd (1903–1954), The Call to Arms, 1928, oil on canvas, 250×400, whereabouts unknown

Graduation project from the Brussels Royal Academy of Fine Arts under the guidance of Prof. Constant Montald

The work was stolen by the Nazis when they withdrew from Soviet territory in 1944. It has not been found, and is known only from a monochrome photograph.

Paintings and Drawings, 1920s – 1950s. Maria and Michael Zetlin Museum of Russian Art in Ramat Gan, Israel

Moisey (Max) Gamburd (1903–1954), one of the leading artists of the classic Moldavian art tradition, and his wife Eugenia (née Goldenberg, 1913–1956), a talented painter as well as theater and film artist, were born in Bessarabia (which became Moldova after its annexation by the Soviet Union in 1940). Moisey and Eugenia first studied drawing and painting at the Chisinau School of Arts. Moisey continued his training at the Royal Academy of Fine Arts in Brussels (1925–1930), where he studied under the Belgian Symbolist painter Constant Montald (1862–1944). Eugenia completed her education at the Academy of Arts in Bucharest (1934–1936), where she was taught by the distinguished Romanian post-Impressionist artist Jean Alexandru Steriadi (1880–1956).

Works by Moisey and Eugenia were exhibited in art galleries and museums in Chisinau and Bucharest. In 1993, the National Art Museum of Moldova organized a retrospective of works by Moisey Gamburd on the occasion of his 90th birthday, and in 2003 the National Art Museum of Moldova held a joint retrospective of the work of Moisey and Eugenia Gamburd. In 1984, Moisey Gamburd’s drawings were exhibited at the Nora Gallery in Jerusalem. The art critic Meir Ronen wrote that Gamburd’s drawings “are positively breathtaking” and “show him to be a veritable master in the modern academic tradition, a master of depiction of character and volumetric monumentality.”

Works by Moisey and Eugenia Gamburd are in the collections of the National Art Museum of Moldova and the National Archive of Moldova in Chisinau, the National Art Museum of Romania in Bucharest, the State Tretyakov Gallery in Moscow and in private collections around the world.

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