Il trionfo del Tempo21

Salzburger Festspiele 2021

Haus für Mozart

OPER

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

Il trionfo del Tempo e del Disinganno

Premiere: Mittwoch, 04 August 2021 | 20- 22:25 Uhr

So, 08 August 2021 | 15 – 17:25

Do, 12 August 2021 | 19:30 – 21:55

Sa, 14 August 2021 | 15 – 17:25

Di, 17 August 2021 | 19 – 21:25

Mi 4. August – Di 17. August 2021

Haus für Mozart, SalzburgHofstallgasse 1, 5020 Salzburg

https://www.salzburgerfestspiele.at/

https://www.salzburgerfestspiele.at/l/haus-fuer-mozart

Foto-ID: #139194
Il trionfo del Tempo e del Disinganno 2021: Lawrence Zazzo (Disinganno), Charles Workman (Tempo), Cecilia Bartoli (Piacere), Regula Mühlemann (Bellezza)
© SF / Monika Rittershaus

Oratorium in zwei Teilen HWV 46a (1707)

Text von Kardinal Benedetto Pamphilj

Wiederaufnahme

Leading Team Gianluca Capuano

Musikalische Leitung Robert Carsen

Regie Gideon Davey – Bühne und Kostüme – Peter Van Praet, Robert Carsen

Licht Rebecca Howell

Choreografierocafilm Video / Ian Burton Dramaturgie

Besetzung

Regula Mühlemann Bellezza -Cecilia Bartoli Piacere – Lawrence Zazzo Disinganno- Charles Workman Tempo

Ensemble: Les Musiciens du Prince-Monaco

Mélissa Petit legt ihre Rolle als Bellezza in der Wiederaufnahme von Georg Friedrich Händels Oratorium Il trionfo del Tempo e del Disinganno im gemeinsamen Einvernehmen zurück, da sie ihr erstes Kind erwartet.

Die Salzburger Festspiele freuen sich, dass Regula Mühlemann gewonnen werden konnte, die fünf Vorstellungen der Wiederaufnahme der umjubelten Pfingstproduktion zu übernehmen.

Zur Produktion

„Die Zeit war für die Menschen nie angenehm.“ — „Mit schlauer Selbsttäuschung vergnügt man sich, wenn man nicht an sie denkt.“

Foto-ID: #139212 Il trionfo del Tempo e del Disinganno 2021: Regula Mühlemann (Bellezza), Cecilia Bartoli (Piacere), Ensemble © SF / Monika Rittershaus

1707 lebte der 22-jährige Händel in Rom, wo mit Il trionfo del Tempo e del Disinganno sein erstes Oratorium entstand und aufgeführt wurde. Das zweiteilige Werk enthält Musik, die zum Schönsten und Ausdrucksvollsten in Händels Œuvre zählt, mit außerordentlich komplexen Passagen sowohl für die Orgel (an welcher der Komponist bei der Uraufführung selbst saß) als auch für die Violine (deren Soli eigens für den virtuosen Arcangelo Corelli, den Leiter des Orchesters, geschrieben wurden). Das Oratorium begleitete Händel weiterhin als eine Art Schlüsselwerk, aus dem er mehrmals Material für andere Kompositionen entlehnte und das er sogar zwei kompletten Neubearbeitungen unterzog: 1737 unter dem Titel Il trionfo del Tempo e della Verità und 1757 als The Triumph of Time and Truth. So umspannt das Werk, das nicht zuletzt eine Meditation über die Zeit darstellt, 50 von Händels 74 Lebensjahren.

Das Libretto von Kardinal Benedetto Pamphilj ist eine allegorische „Psychomachie“, ein dialektisches Streitgespräch über Schönheit, Wahrheit, moralischen Rat, seelische Bildung und den letztendlichen Triumph der Zeit. Das Oratorium entstand während einer Zeit, als sich der Vatikan weltlichen Bühnenwerken entschieden entgegenstellte; mit seiner Abfolge von Da-capo-Arien, Duetten und Quartetten enthält es aber dramatische Elemente, die es der Oper durchaus annähern. Die Schönheit (Bellezza), angetan von ihrem Abbild im Spiegel des Vergnügens (Piacere), gelobt dem Vergnügen ewige Treue, doch die Zeit (Tempo) und die Erkenntnis (Disinganno) versuchen, sie von ihrem Schwur abzubringen und erinnern sie daran, dass die Schönheit wie eine Blume ist, die nur einen Tag blüht und danach stirbt. Die Schönheit beginnt, die Lehren der beiden zu beherzigen, und sagt sich schließlich vom Namen und Gedächtnis des Vergnügens los: Im Streben nach der Wahrheit befreit sie sich von der oberflächlichen Eitelkeit eines dem Vergnügen verschriebenen Lebens und ist bereit für ein künftiges Dasein in asketischer Kontemplation.

Foto-ID: #139170
Il trionfo del Tempo e del Disinganno 2021: Regula Mühlemann (Bellezza)
© SF / Monika Rittershaus


Il trionfo del Tempo e del Disinganno lässt sich auch als eine Interpretation des mittelalterlichen Jedermann-Stoffes betrachten, der dem Salzburger Publikum dank Hugo von Hofmannsthal so wohlvertraut ist. Diesmal haben wir es allerdings mit einer jungen Jedefrau zu tun — in der heutigen Zeit nur allzu passend —, die als Protagonistin in diesem frühen musikalischen Bildungsroman auftritt. Der oftmals bewusst rätselhafte Text, den Kardinal Pamphilj für das (nicht für eine szenische Umsetzung gedachte) Werk ersann, bietet einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche. Im thematischen Zentrum steht die Notwendigkeit, unter der Oberfläche der äußeren Erscheinungen zu schürfen, die Wahrheit über sich selbst zu entdecken und zu akzeptieren sowie zu versuchen, eine ausgeglichene Selbstwahrnehmung zu erreichen — sofern man denn ein reifes und lohnendes Leben führen will.

Foto-ID: #139182
Il trionfo del Tempo e del Disinganno 2021: Cecilia Bartoli (Piacere), Ensemble © SF / Monika Rittershaus


Für uns im 21. Jahrhundert sind die spezifischen theologischen Dimensionen des Werks weniger interessant als das stets brennende Thema, das sich im Titel ankündigt. Unsere Produktion wird beleuchten, was es — in einer konsumgesteuerten, jugendund schönheitsbesessenen Welt, die uns unablässig ermuntert, unseren Drang zu Eitelkeit, Egoismus und Vergnügen auszuleben — bedeutet, die Zeit zu suchen, um sich der Erkenntnis zu öffnen, die den Weg zu Erfüllung und Wahrheit weisen kann. Die Reise der Bellezza von narzisstischer Selbstgefälligkeit zu selbstlosem Verstehen bedeutet eine Achterbahnfahrt durch ihre Gefühle, darunter Zorn, Zurückweisung, Verwirrung, Unverständnis, Selbstzweifel und Selbstverletzung: eine überaus modern anmutende Charakteranalyse, die beinahe den Schriften eines anderen berühmten Österreichers — Sigmund Freud — entstammen könnte. Gerade die Verbindung von kühler moralischer Belehrung mit einer fesselnden psychologischen Entwicklung macht Il trionfo del Tempo e del Disinganno zu einem von Händels eindrucksvollsten Werken und zu einer spannenden Herausforderung für eine Inszenierung.

Robert Carsen

Übersetzung: Christian Arseni

Foto-ID: #139180
Il trionfo del Tempo e del Disinganno 2021: Regula Mühlemann (Bellezza), Cecilia Bartoli (Piacere), Ensemble © SF / Monika Rittershaus

Salzburger Festspiele 2021/Il Trionfo del Tempo e del Desinganno/Wiederaufnahme am 4. August 2021/Musikalische Leitung:Gianluca Capuano/Regie:Robert Carsen/Bühne und Kostüme: Gideon Davey// Regula Mühlemann:Bellezza, Cecilia Bartoli:Piacere, Lawrence Zazzo:Desinganno, Charles Workman:Tempo

In italienischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

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ganymedinpower2021

GANYMED IN POWER 2021

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

GANYMED IN POWER

MUSEUM DER MACHT

21. Juli 2021 | Einlass ab 18:15 Uhr

Vorstellungsbeginn 19 Uhr

Eine neue Inszenierung von Jacqueline Kornmüller.

21. Juli – 21. August 2021

Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

https://ganymed.khm.at/

https://www.wennessoweitist.com/produktionen/now/

#GANYMEDINPOWER #ganymedinpower

GANYMED IN POWER

Eine neue Inszenierung von Jacqueline Kornmüller.

Alle Infos zu Ihrem Ganymedbesuch erhalten Sie vor jeder Vorstellung unter dieser Adresse ganymed@khm.at.

Dem Kunsthistorischen Museum ist die Macht tief eingeschrieben. Selbst Symbol der Macht birgt es Kunst, die so aussagekräftig von Machterhalt und Machtverlust sowie von den Verirrungen der Macht berichtet, die unseren gesellschaftlichen und politischen Alltag bis heute so lebhaft prägen.

Ganymed in Power eröffnet neue Sichtweisen auf Alte Meister des Kunsthistorischen Museums. wenn es soweit ist lädt 8 zeitgenössische AutorInnen und 6 KomponistInnen ein Auftragswerke über Meisterwerke der Gemäldegalerie zu schreiben. Jacqueline Kornmüller inszeniert diese Texte und Kompositionen mit 30 KünstlerInnen und erweckt dadurch Bild und Betrachtung zum Leben.

MUSEUM DER TRÄUMEDER LITERARISCHE MUSEUMSGUIDEKunsthistorisches Museum, Wien 2021

https://museumdertraeume.khm.at/

Ganymed in Power 2021 Eintrittskarte

https://shop.khm.at/ticket

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PARALLEL_VIENNA 2021

PARALLEL VIENNA 2021

SAVE THE DATE

07.09. – 12.09.2021

ehemalige Semmelweis-Frauen-Klinik
Bastiengasse 36 – 38 // 1180 Wien

@parallelvienna.com

Photocredits: Julia Harrauer

Neunte Ausgabe der PARALLEL VIENNA 

zum ersten Mal zeitgleich zum curated by Galerienfestival stattfindet – und zwar vom 07.09. bis 12.09.2021
In diesem Jahr bespielt PARALLEL VIENNA ein spezielles und geschichtsträchtiges Haus:
Die ehemalige Ignaz-Semmelweis-Frauenklinik in Gersthof. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich am heutigen Semmelweisareal der Gerstlerhof, aus welchem sich später das Gersthofer Schloss entwickelte. Am Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb das Land Niederösterreich das Schloss und errichtete zwischen 1908 und 1910 einen Neubau zur Bastiengasse 36 – 38 hinaus, welcher als Heim für Findel- und Waisenkinder diente. Durch die Trennung von Wien und Niederösterreich 1922, ging es in den Besitz der Stadt Wien über und wurde zu dessen Zentral-Kinderheim. 1943 wurden zwei der fünf Pavillons zu einer Frauenklinik umgebaut und nach Ignaz Philipp Semmelweis benannt. Diese entwickelte sich rasch zur wichtigsten Gebärklinik Wiens. 2019 übersiedelte die Klinik schließlich in das neu gebaute Krankenhaus Nord, womit die langjährige Geschichte vorerst ein Ende findet.

Wie in den Jahren zuvor lädt das kuratorische Team der PARALLEL VIENNA, wieder aufstrebende, sowie etablierte künstlerische Positionen aus dem In- und Ausland ein, sich mit dem Gebäude und dessen Geschichte auseinander zusetzen. 

Das bewährte Konzept einer Mischung aus GALLERY STATEMENTS, PROJECT STATEMENTS und ARTIST STATEMENTS wird auch in diesem Jahr beibehalten. Zusätzlich möchten wir – wie bereits 2015 – Kuratorinnen und Kuratoren einladen, eigene Räume als CURATORS STATEMENTS zu bespielen um das Konzept von curated by aufzugreifen.

PARALLEL VIENNA takes place for the ninth time in Vienna from 7th of September to 12th of September 2021 and sticks to its approach of using temporarily vacant buildings as a presentation platform for contemporary art.

PARALLEL VIENNA presents young and emerging as well as established artistic practices and brings together art initiatives of every kind – art associations, galleries, project spaces, off spaces and artist spaces – , both Austrian and international, all under one roof. It thus combines local artistic creation with international trends and contributes to building networks and fosters exchanges between between artists, curators, collectors and exhibition visitors.

PARALLEL VIENNA

is a hybrid between art fair, exhibition platform and artist studio. It unites exhibitions made by commercial galleries (GALLERY STATEMENTS — each with a solo presentation of an artist), off-spaces and art associations (PROJECT STATEMENTS – a solo or group show) and solo presentations by selected artists (ARTIST STATEMENTS or artistic INTERVENTIONS in the building invited directly by PARALLEL VIENNA). Instead of the usual booths at art fairs, each exhibitor occupies a separate room of the building in which the exhibition is presented. These site-specific artworks and interventions are the trademark of PARALLEL VIENNA and make the fair a unique and alternative exhibition format outside the“white cube. As a curated art fair participation is upon invitation by the curatorial team only.

PARALLEL VIENNA Team

Stefan Bidner | Artistic Director
Daniel Haider | Managing Partner
Kaveh Ahi | Managing Partner

Julia Harrauer | Curatorial Assistance
Isabella Hofmann | Curatorial Assistance
Hannah Doppel | Event Management Assistance

Lena Zotti | Graphic Design Direction
Oliver Matzner | Graphic Design

Kaveh Ahi- Mia Legenstein -Julia Harrauer -Daniel Haider – Isabella Hofmann-Stefan Bidner

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art: badgastein moves mountains21

Bad Gastein Drohne
Drohnenaufnahme Bad Gastein Sommer
© Gasteinertal Tourismus GmbH, auswegerdaniel.at

Bad Gasteinart: badgastein moves mountains

Sommer.frische.kunst Festivals

DONNERSTAG 22. JULI 2021

17 Uhr: Eröffnung der Ausstellungen im Kraftwerkund Kunst im öffentlichen Raum,

Luther Park –Kinoplatz – Grabenbäckersteig, Künstler*innen anwesend

19.30 Uhr: Geführte Tour Art Trail

20.30 Uhr: Get together im Kraftwerk Cafe

22 Uhr: Talk & Drinks im Hotel Das Regina

Leitung von Andrea von Goetz

Eröffnungswochenende: Donnerstag, 22. Juli – Sonntag, 25. Juli 2021

Öffnungszeiten: Mi–So, 14–18 Uhr

Gasteiner Bundesstraße 3675630 Bad Hofgastein Österreich

https://www.gastein.com/events/sommer/sommerfrischekunst/

FREITAG 23. JULI 2021

11 Uhr: Geführte Wanderung zur Poser Höhe(Treffpunkt Grüner Baum)

14 – 18 Uhr: Ausstellungen im Kraftwerk geöffnet

19 Uhr: Eröffnung der Austellungen an der Kaiser Wilhelm Promenade

Lars Eidinger, Louisa Clement , Katharina Arndt, POLLYESTER

20.30 Uhr: Drinks Food im Astoria

Kur- und Tourismusverband Bad Gastein

Kaiser-Franz-Josef-Straße 275640 Bad Gastein, AT

https://www.gastein.com/events/sommer/sommerfrischekunst/

LarsEidingerPortrait

MARTIN OGOLTER -LARS LANGEMEIER -KATRIN KAMPMANN -MARGRIET VAN WEENEN

MICHAEL ORNAUER -CHARLOTT COBLER ANNEMIE -MARTIN LINUS MÜLLERSCHÖN- LOUISA CLEMENT -KATHARINA ARNDT- ANSELM REYLE -TJORG DOUGLAS BEER -PHILIPP HOCHMAIR

WANG JIXIN-LARS EIDINGER -POLLYESTER -CLEMENS WOLF -LUKAS GLINKOWSKI

ERICH ANDRÉ STEINER -SOPHIE ERLUND-KAY WALKOWIAK – ARIEL REICHMAN

Ausstellung: 23. Juli – 12. September 2021

Öffnungszeiten: Mi–So, 14–18 Uhr

Gasteiner Bundesstraße 3675630 Bad Hofgastein Österreich

https://www.gastein.com/events/sommer/sommerfrischekunst/

Philipp Hochmair im Burgtheater
© Stephan Brückler

SAMSTAG 24. JULI 2021

11 Uhr: Wanderung in Sportgastein und anschließende Einkehr

20.30 Uhr: Philipp Hochmair performt Goethes „Werther“ (ausverkauft)

Öffnungszeiten: Mi–So, 14–18 Uhr

Gasteiner Bundesstraße 3675630 Bad Hofgastein Österreich

https://www.gastein.com/events/sommer/sommerfrischekunst/

SONNTAG 25. JULI 2021

10.30 Uhr: Brunch im Miramonte

12 Uhr: Alle Ausstellungen sind geöffnet

Ausstellung: 23. Juli – 12. September 2021

Öffnungszeiten: Mi–So, 14–18 Uhr

Gasteiner Bundesstraße 3675630 Bad Hofgastein Österreich

https://www.gastein.com/events/sommer/sommerfrischekunst/

sommer.frische.kunst Festivals in Bad Gastein

Am Donnerstag startet das Kunstfestival unter Leitung von Andrea von Goetz mit tollen Ausstellungen im Kraftwerk am Wasserfall und spannenden Skulpturen im öffentlichen Raum.

Freitag, 23. Juli 2021 | 19 Uhr werden vier Solo Shows auf der Kunstmeile Kaiser Wilhelm Promenade eröffnet.

Mit neuen Fotografien und Videoarbeiten wird auch der diesjährige JEDERMANN Lars Eidinger anwesend sein, sowie Louisa Clement – POLLYESTER – Katharina Arndt.

Seine spezielle Version von Schillers Werther führt der Schauspieler Philipp Hochmair am Abend des 24. Juli 2021 auf.

Thermalquellpark Bad Gastein
© Gasteinertal Tourismus GmbH

Nach einem Jahr pandemiebedingter Pause findet dieses Jahr die größte sommer.frische.kunst aller Zeiten

mit 22 teilnehmenden KünstlerInnen statt. Eine spannende Mischung aus Superstars der Szene,

wie Lars Eidinger, Louisa Clement, Anselm Reyle und Upcoming Artists, wie Charlott Cobler, Ariel Reichman,

Lukas Glinkowski uvm. sind Teil des Programms und zeigen ihre Arbeiten

bis zum 12. September 2021 in Bad Gastein.

https://docs.google.com/forms/d/18EFIRfmdvstoozm4fOiE3DFwK3J3eNBSOeeWs2mi0PQ/viewform?edit_requested=true

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Schwarzkolger_Nachbestattung

Meinbezirk.at
Zentralfriedhof: Tor 1 – Alter Teil – Liesing

Perinetkeller – IODE / Wiener Zentralfriedhof

Schwarzkolger-Aktion am Zentralfriedhof

Nachbestattung für den Mutigsten

Samstag, 3. Juli 2021 | 14 Uhr

Treffpunkt: Tor 1, Simmeringer Hauptstrasse 230B

(Strassenbahnlinien 73, 6)

Eine Nachbestattung für den Mutigsten

Rudolf Schwarzkogler als Modell, 1962.
Fotograf: Wilfried Klanjsek-Bratke.
Foto: © mumok — Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Schwarzkolger-Aktion am Zentralfriedhof:

Rudolf Schwarzkogler *1940-1969

Nachbestattung für den Mutigsten

Vor einem halbem Jahrzehnt wurde der Perinetkeller, das in den 1960er-Jahren für Aufsehen sorgende freie Atelier der Wiener Aktionisten, der Subkultur der Hauptstadt zurückerstattet. Rasch bildete sich eine aus Künstlerinnen und Kulturvermittelnden bestehende NutzerInnengruppe, die unter dem Titel «Institut ohne direkte Eigenschaften» (IODE) Ende Juni 2016 ein abenteuerliches Erbe antrat. Eine spontane Spende von weissen Klappsesseln durch das Filmarchiv Austria ermöglichte eine ansatzlose Revitalisierung des Kellers. Die Triumphe, die die Hauptprotagonisten Muehl, Brus und Nitsch in der Welt des Kunstmarkts feierten, erübrigten alle Versuchungen, auch dem Keller museale Funktionen zu übertragen.

IODE konnte sich auf die Präsentation politisch intervenierender, junger und marktferner Kunst konzentrieren oder eigene Produktionen, in den buntesten Genres, realisieren (Beispiele: das Lesetheaterensemble «Fast ein Theater» oder den «BRUS DAY», ein Aktionstag der Kunst im öffentlichen Raum). Seinen 5. Geburtstag widmet das IODE Rudolf Schwarzkogler (1940-69), dem einzigen aus dem Aktionistenquartett, der in Vergessenheit zu geraten droht. Im vergangenen November wäre Schwarzkogler 80 Jahre alt geworden, wäre er nicht schon im Alter von 28 Jahren infolge eines Sturzes aus dem Küchenfenster verstorben. Durch eine Fehlinterpretation von Fotos einer Performance entstand 1972 die Legende, sein Tod wäre durch eine radikal selbstzertörerische künstlerische Aktion verursacht worden.

Abb. IODE-Memorialbild, nach einem Foto von Ludwig Hoffenreich 1965

Aus Anlass des Perinetkeller-Jubiläums gestaltet der Schriftsteller und Grabforscher Wolfgang Koch (Hollitzer Verlag) in Kooperation mit IODE eine Erinnerungsführung am Wiener Zentralfriedhof. Der Künstler ist nicht in einem Ehrengrab oder in einem ehrenhalber gewidmeten Grab der Stadt Wien, sondern in der privaten Grabstätte Nr. 76, Gruppe 10, bestattet worden. Die Belegdauer ist seit Jahren erloschen, der Grabstein wurde entsorgt. Nichts in der eingeebneten Begräbnisstätte erinnert daran, welcher Persönlichkeit Überreste hier gebettet sind.

In der Begehung am Samstag, 3.Juli, wird Koch zusammen mit TeilnehmerInnen nachholen, was das Kulturamt versäumt hat. Auf der 10-Minuten-Strecke vom Tor 1 zum eingeebneten Grab soll ein analoges Navigationsystem entstehen, das temporär die Orientierung für den Tausch von Schwermut erleichtert. Mit der Erkundung des Nichtortes gewinnen wir für den Moment des IODE-Jubiläums die Unverbindlichkeit des Nichtdaseins als Reichtum zurück.

Wolfgang Koch

Publizist * Historiker *

Austrian GuideVerein für historische Forschung,

Blog http://blogs.taz.de/wienblog

Wiki de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_KochWiener Zentralfriedhof

IODE – Perinetkeller

Friederike Mayröcker, 1924 bis 202

12. Juli @ 10:30 – 12:30

BRUS DAY 21 – Tag der Kunst im öffentlichen Raum.

6. Juli 2021

Joe Berger im Club 29. Juli 2021 @ 19:30 – 21:30

Zu gut für diese miserablen Filme – Joe Berger-Filmmatinee im Perinetkeller

11. Juli 2021 @ 11 – 14 Uhr

https://perinetkeller.at/2021/06/23/juli-2021-im-keller/

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SPARK ART FAIR VIENNA

MARX HALLE

BESUCHER*INNEN

VERNISSAGE: Do. 24.Juni 2021 | 17 – 20 Uhr

Messetage 25.–27. Juni 2021

Öffnungszeiten 11–19 Uhr

Karl­ Farkas­ Gasse 19, 1030 Wien

University of Applied Arts Vienna

MARTINA MENEGON

When you are close to me I shiver 2020 live simulation various © Martina Menegon

“when you are close to me I shiver” is an algorithmically controlled live simulation, a real-time generated virtual reality that takes place in a version of the future in which humans, out of desperation, gather in masses on the last remaining piece of land. Inspired by the walrus scene in the documentary “Our Planet” narrated by David Attenborough and produced by Silverback Films, the project proposes an intense scenario encompassing our environmental and personal crises. It reflects on how we identify and connect ourselves in different realities while addressing the human condition in a world in ecological and therefore social crisis. On the tablets, virtual cameras scan the environment from various point of views, like surveillance drones. On the main screen, a similar camera randomly targets and focuses on different situations while a familiar voice-over narrates the tragic story. The grotesque low-poly clones of the artist’s 3D scanned body (per)form the population of the island. Through these perceivable avatars, the artist creates a new identity that arises out of plurality, proprioceptively renegotiating the fragility of both the physical and the virtual self and its realities. The dystopian imagery of “when you are close to me I shiver” reveals a seemingly surreal scene that is all too real after all.

Martina Menegon

Georg Kargl Fine Arts

Jakob Lena Knebl

Jakob Lena Knebl (*1970, Baden, near Vienna) studied fashion at the University of Applied Arts Vienna with Raf Simons and textual sculpture at the Academy of Fine Arts Vienna with Heimo Zobernig. In her practice she combines the language of fashion with art historical argumentation. Her recent works deal with compositions of other artists and play with objects of contemporary European culture.

Georg Kargl Fine Art
http://www.georgkargl.com/en

EXIL VIENNA

Nschotschi Haslinger

Education 2003-2010 Hochschule für bildende Künste Braunschweig, class Prof. Walter Dahn Selected exhibitions 2020 Raupe. Performance with Shì-Kollectiv. Interspecies evening, Klosterruine, Berlin Among Them, Kirchgasse, Steckborn, CH Cherchez la femme II, Galerie Susanne Neuerburg, Hennef Museé sentimental de l’ours de Berlin, Bärenzwinger, Berlin 2019 Glazed and confused, Fonda, Leipzig Der geheime Dienst, Zerofold, Köln (solo) Sinkhole Projekt, Friedhof Pankow, Berlin Vertikalwinkel, Schaufenster, Berlin Die untere Welt, Overbeck-Gesellschaft in der St. Petrikirche, Lubek (solo) When the sick rule the world, Gr_und, Berlin. Curated by Christina Gigliotti. Hands of doom, Storage Capacité, Berlin 2018 Paradise Circus, Limbo, Berlin (solo) Carput, Hilbertraum, Berlin Das gestohlene Lied, Galerie Genscher, Hamburg (solo) mi chiedo se c’è un posto in questo mondo…, KM, Berlin Apropofola, Kunstverein Kjubh, Cologne (solo) 2017 Body Electric, Galerie Sandra Buergel, Berlin Lübeck sammelt I, Kunsthalle St. Annen, Lubeck 2016 Comedy Club 2, Berlin Project Space Festival, Berlin The Snorring Princess, Kunstgruppe, Cologne Sammlung Simonow, Kunsthalle Bozen, Bolanzo & Adler Düsseldorf, Dusseldorf 2015 Die Zitternde Kammer, Wienowski & Harbord, Berlin Kunstpreis junger Westen 2015, Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen Shoes Moon, Galerie Genscher, Hamburg (solo) Die zitternde Kammer präsentiert: We Come as Friends, Sammlung Haus Harig, Hanover Eternal lines, Zerp Galerie, Rotterdam 2013 Ruhe-Störung, Streifzüge durch die Welt der Collage, Marta Herford, Herford Hamburger Bahnhof, Galerie Kai Erdmann, Hamburg

E X I L E

Dürst Britt & Mayhew NL

Jacqueline de Jong

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For the first edition of SPARK Art Fair Dürst Britt & Mayhew is proud to present a solo exhibition by Jacqueline de Jong, comprising of paintings from her series ‘Potato Blues’ and gold objects from the series ‘Pommes de Jong’.

Inspiration for both series is Jacqueline de Jong’s delight in the strange sprouted forms that a humble potato can take on. After their harvest they are left to dry for a long period of time, during which they produce sprouts, flowers, and bulges, before finally drying out completely. Only after this long natural process of transformation are they ready to be modified into precious objects or paintings. 

The lives of De Jong’s potato works start in the soil of her 16th century house in the Bourbonnais in France, where in 1996 she planted a vegetable garden. It was only in 2003 that she discovered some old potatoes in the cellar of her house. Their sprouts made her think of crazy horses or long cat’s hair and she felt that these potatoes could prove an interesting material to work with. Collector of artists’ jewellery Clo Fleiss asked her to create a piece, which led to the ‘Pommes de Jong’ series in 2008. For this series selected dried out potatoes are dipped into a bath of gold or platinum, which fixates them and preserves them for ‘eternity’ as a sort of ‘sculpture trouvée’. 

In August 2016, Jacqueline de Jong and onestar press in Paris published “La Psychogeographie des pommes de terre”: Potato Blues. This artist’s book compiles reproductions of black and white photographs of De Jong’s garden and potatoes in various stages of sprouting. For the publication the photographs were retouched by the artist with a black felt pen. Additionally De Jong enlarged and transferred selected photographs onto canvas and augmented these with oil sticks and nepheline gel. Suddenly animals, landscapes and monsters – part of the artist’s vocabulary since the early 1960s – seem to emerge upon the surface of the paintings. The titles of the works are funny, zany reinterpretations of the names of the different varieties of potatoes. 

We would like to thank onestar press in Paris and Eenwerk in Amsterdam for their kind cooperation and the Dutch Embassy in Austria for supporting this presentation.

fair

GALERIE KONZETT

FREDERICK STEINMANN

FREDERICK STEINMANN was born in Switzerland in 1953. At the age of seventeen, he enrolled in the School of Arts and Crafts in Vevey. Two years later, he left Switzerland for good and moved to Rome, where he studied at the Accademia delle Belle Arti from 1972 to 1978. At the end of 1978, he moved to Vienna, which he later left for one year to take in the euphoria of New York. In 1995, tired of the limitations imposed by geographical constraints, he returned to Switzerland, where he spent the following six months preparing his trip to Cairo, where he spent the following four years, his work imbued with Eastern mysticism. From Rome to New York and then on to Cairo, his travels have always taken him back to Vienna, where he has been living and working for the past five years. His exiles have had a strange influence on his work. He refines and plays with his materials, working the iron and wooden bases until they are smooth so that it becomes easier to apply the detailed, inevitable reality, which purports to be either cynical, greedy, sensual or simply animal-like, yet always with a poetic element. Frédérick Steinmann has gained the lucidity that comes from travelling.

Galerie Konzett

http://www.artkonzett.com/de/ausstellungen/aktuell/

Max Goelitz Vienna

Niko Abramidis &NE

Niko Abramidis &NE (*1987 in Europe, lives and works in Munich and Berlin, DE) opens up a diverse spectrum dealing with economic structures and visions of the future. Within his drawings, paintings, sculptures and room installations, Niko Abramidis &NEs develops parallel universes in which he creates fictitious corporate identities and appropriates forms of expression from financial economics. This also includes the play with words through signs, symbols and ciphers, via which he transfers his artistic ideas of myth and literary fiction. The artist develops a semiotics of archaic symbols paired with sketchy drawings, which he puts together using the latest technologies. Niko Abramidis &NE studied at the Academy of Fine Arts in Munich with Julian Rosefeldt and Markus Oehlen and at the Berlin University of the Arts with Byung-Chul Han. He is co-founder of the art space easy!upstream, which he artistically directed from 2015-2018. In 2018, he was awarded the prize ars viva for visual arts, which is awarded annually by the Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. This was followed by group exhibitions in 2019 at the Kunstmuseum Bern and at KAI 10 | Arthena Foundation in Düsseldorf. He also received an artist-in-residency grant on Fogo Island, Canada.

max goelitz

Sabrina Amrani Gallery (Madrid, ES)

ALEXANDRA KARAKSHIAN

Alexandra Karakashian (b. 1988, Johannesburg) is a South African artist based in Cape Town, South Africa. Her work stems from her personal and family history and reflects on current issues of exile, migration and refugee-statues. Process and materiality is key to her practice. Employing used engine oil and salt as a medium for painting, she engages in ecological discussion, the threatening instability and subtle collapse; and the unethical seizing of rapidly dwindling natural resources, particularly on the resource-rich African continent. Furthermore she investigates notions of mourning – both of an individual and collective nature – and the lamentation of the loss of land and of those who have been ‘unhomed’. Her work is part of private and public collections including the Iziko South African National Gallery in South Africa, the Spier Collection in South Africa, the Darvesh Collection in the UAE, The Royal Portfolio Collection, in South Africa, and the Luciano Benetton Collection in Italy.

Alexandra Karakashian

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Johannes Wohnseifer

Johannes Wohnseifer * 1967 in Cologne, currently lives and works in Cologne and Erftstadt and teaches as professor at the Academy of Media Arts in Cologne. His video works, photographs, sculptures and installations contain many references to design, art history and are as well denoted to an analysis of our everyday life, which has been shaped by mass media, in which the hierarchies of the intellectual and the undemanding have become obsolete. Painting, a focal point of his oeuvre, often contains multi-layered, historical references to society, economy, design and pop. It takes up everyday culture determined by mass media and can be understood as a contemporary answer to Pop Art of the 1960s. The artist’s works are represented in many international collections, including Saatchi Gallery, London; Boros Collection, Berlin; Museum Ludwig, Cologne and the Collection of Contemporary Art of the Federal Republic of Germanyin Berlin. The artist is represented by Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck/Vienna, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Johann König, Berlin and Casey Kaplan, New York, Linn Lühn, Düsseldorf and Meliksetian I Briggs, Los Angeles.

https://www.galeriethoman.com/

Kunst & Denker Contemporary

BANZ & BOWINKEL

Banz & Bowinkel

Giulia Bowinkel, 1983 born in Düsseldorf 2002-2008 Study at the Kunstakademie Düsseldorf Friedemann Banz, 1980 born in Mainz 2001-2007 Study at the Kunstakademie Düsseldorf Residencies/Awards 2020 VR ART PRIZE Working Grant by DKB & CAA, Berlin 2018 AURORA-School for Artist, Europäischer Fonds für regionale Kultur, Berlin 2017 Digital Sculpture Award, Institute of digital art, HfK+G Ulm2015 Project funding, Kunststiftung NRW, Germany2011 Bronner Residency of Kunststiftung NRW/Goethe Institut, Tel Aviv, Israel Selected Exhibitions Groupshows | Soloshows * 2021 Resonant Realities, HAL, Haus am Lützowplatz, BerlinTHE ARTIST IS ONLINE – DIGITAL PAINTINGS AND SCULPTURES IN A VIRTUAL WORLD, KÖNIG | ST. AGNES DECENTRALANDAbstract Art in The Age of New Media, MoCDA, Museum of Contemporary Digital Art 2020 New Waves, Kunst & Denker Contemporary, Düsseldorf Highlights der Sammlung 21. Jahrhundert, Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld Bukarest Artworlds at the Wrong Biennale, Rezidenta BRD Scena 9, Bukarest Pixelfest Digital Utopia, Yeltsin Center YekaterinburgAV Experimental – Unpainted, ANALOG ROOM Dubai 2019 Glowing Globe, Kortil Gallery, RijekaV für Verantwortung, Kunstverein Wolfsburg Anders wohnen – Dystopie, Haus Esters, Museum Krefeld Gestalten – ein Jahrhundert abstrakte Kunst im Westen, Kunsthaus NRW Transfer Download, Spring/Break Art Show LA, Los AngelesIN MEDIAS RES, Kunstverein Arnsberg 2018 ENVISIONING THE FUTURE, Halcyon Arts Lab, Washington DCArtificial Paradise?, KM – Halle für Kunst & Medien, Graz DIE ZUKUNFT DER ZEICHNUNG: ALGORITHMUS, Museum Abteiberg Mönchengladbach Disorder of Appearance, Kunst & Denker Contemporary, Düsseldorf * Digital Sculpture, Museum Ulm 2017 Digital Bodies, Eli and Edythe Broad Art Museum, Michigan *

SIlvia Steinek Galerie

Fabian Erik Patzak

Fabian Erik Patzak At Home Between Two Worlds Fabian Erik Patzak’s painted exploration of his family’s traces between Europe and the U.S. Without diving into the complexities of why certain objects are charged with more meaning than others, and are thus more exciting than others when translated into visual art, the works in this series undoubtedly carry such weight. They are of everyday objects such as airplanes or credit cards – or at least they were in pre-pandemic times. That being the case, Patzak lends these objects a presence and esthetic charge sometimes found in portraiture, such as in the 1832 depiction of the publisher Bertin by Jean-Auguste-Dominique Ingres. The objects in Patzak’s works speak to us and tell us a story of flight and of not feeling at home anywhere and at the same time the ability to make anywhere feel like home. This experience is not just particular to the story of Fabian Erik Patzak’s family, but is also prototypical for the globalized world in which we live – albeit currently on a somewhat more virtual level. The tension inherent in the very detailed and literal paintings of the objects and their larger, overall metaphoric character is what makes up the particular appeal of these paintings. Ocean liners as icons of travel in the early twentieth century and airplanes as the same of the late twentieth and early twenty-first century have an air of historical reminiscence against the backdrop of our current reality. The fact that these paintings do not only relate a general story but also a concrete one, namely that of Patzak’s grandparents’ flight from the Nazis, lends them a multifaceted quality and depth characteristic of great art. Wolfgang Pichler

KÖNIG GALERIE BERLIN

Jeremy Shaw

For a new body of unique silkscreen works, Jeremy Shaw uses documentary images culled from newspaper archives. The subjects depicted in the prints appear to be experiencing an excessive spiritual, somatic or technological altered state of consci-ousness. It’s unclear if the subjects are still alive, but they certainly haunt the present. The source photographs have been refracted in-camera through various effect lenses in the process of reshooting, skewing the subjects poses and proportions to illust-rate a subjective experience upon which one can only speculate. Rolled-back eyes reverberate in a feedback loop, mouths open ever wider to either ingest the world or eternally scream, arms extend freakishly upwards in a selfless act of praise or surren-der to vicissitude. The mediation of historical images by analog means (no digital manipulation or output) in the tactile medium of silkscreen further obscures their date of production in a manner akin to Shaw’s filmic works. The parenthetical parts of the artworks’ titles are taken from fragments of text found on the back side of the archival source photos – a corresponding newspaper clip or notes made by the original photographer themselves – and offer little evidence as to the primary date and location; the images remain suspended in time. Could it be that these restless souls, whose only obstacle is never getting high enough, finally find a home in such an image and properly transcend to their desired utopias?

KÖNIG GALERIE

Galerie Frank Elbaz PARIS

MICHAEL HORSKY

Michael Horsky’s paintings seem crystallized from some sort of chromatic primeval slime. Constellations of motifs that leave everything obvious behind them—art history/role models/the good idea—appear on the canvas, though not before countless other images have been shaken off, discarded. Horsky draws from deeply hidden inner networks of knowledge and feeling, as well as the inherent laws that govern them. The outer, representational pictorial structure is merely a surface to project upon, a plaything, or an indicator for the abstract processes at work behind it. Forms are liberated from the gravity of logic, not deformed; colors unfurl the wildly beguiling power of their essence; narratives shatter against the paradox of their individual parts, only to further incite intuition. Horsky’s paintings are oddly captivating equivalents for a world—our world— that, despite its real, barely comprehensible madness, mysteriously manages to function and, against all reason, is capable of creating amazing beauty. – Sonja Menches

https://www.galeriefrankelbaz.com/

LETO POLEN

Radek Szlaga

The presentation consists of the latest paintings by Radek Szlaga, created on the basis of his study of the language of painting as a medium and considering underestimated narratives and relations between art, information and knowledge. In the artist’s latest works, travellers’ boasts, drunken stories and news offered by the so called mainstream media gain a similar level of import and cognitive value. The disturbance in the hierarchy of sources is very clear on the level of both the method of painting and technique. When ‘building’ new canvases, Szlaga uses his own existing works as source material. Images that differ temporally, thematically or formally become a new, multi-layered whole. In this way, the artist not only discusses an individual’s contemporary approach to information, but also ‘sums up’ his own work, giving it a new meaning and examining it from a distance. The presentation can be seen as a peculiar atlas —elements are bound together to make up the individual works show the entire spectrum of the themes he has been working with thus far. Long-term artistic analyses of subjects such as identity, painting and the relationship between the centre and the periphery are joined on a single plane. Szlaga pays particular attention to the nature of the map and its variants, such as the globe or the atlas as symbols of a culture dominated by visuality, in which ‘I see’ means both ‘I know’ and ‘I possess’.

LETO

Smolka Contemporary

Kaja Clara Joo

Kaja Clara Joos Arbeiten changieren stets an der Schnittstelle zwischen Plastik und Bild. Kulturelle und soziale Phänomene sowie Verhaltensmuster stehen hierbei im Mittelpunkt. Es entstehen organisch wirkende und akribisch choreographierte Skulpturen. Das Medium der Fotografie, welches oftmals als begleitendes Element zum Einsatz kommt, wird dabei als physischer Prozess verstanden. Sei es im Sinne eines Materials, welches bei Lichteinfall schwärzt oder als intervenierender Moment zwischen taktilen und narrativen Spuren. Über die rein stoffliche Berührung hinweg wird abgetastet, erforscht und konserviert. Dem Betrachter soll sich ein Gespann eröffnen, welches über im Raum inszenierte Komponenten Bruchstücke einer größeren Erzählung offenbaren.

MARTINETZ KÖLN

Sophia Süßmilch

Sophia Süßmilch bewegt sich virtuos zwischen den unterschiedlichen Medien. In ihren Performances und fotografischen Selbstportraits reflektiert sie häufig auf Körpernormierungen und Identitätsmuster, die unsere Fremd- und Eigenwahrnehmung gleichermaßen prägen. Mit viel Humor nimmt sie Kategorien wie Geschlecht, Alter oder Beruf in den Blick und spielt mit Zuschreibungen und Klischees, die darauf rekurrieren. In ihren Gemälden entführt sie die Betrachter oft in Parallelwelten voller merkwürdiger Wesen, die mehr mit uns zu tun haben, als man auf den ersten Blick meinen möchte. Nicht selten sind es die hintersinnigen Titel ihrer Arbeiten, die die grotesken Wesen auf ihren Leinwänden in einen Bezugsrahmen zu unserer Lebensrealität setzen. Sophia Süßmilch skilfully moves between various media. Her performances and photographic self portraits often reflect on bodily norms and identity patterns that shape our perception of others and ourselves in equal measure. She humorously tackles categories such as gender, age or profession and plays with attributions and stereotypes that refer back to them. Her paintings often transport the viewer into parallel worlds full of strange creatures that have more to do with us than one might at first think. It is frequently the cryptic titles of her works that bring the grotesque creatures appearing on her canvases into a frame of reference with the reality of our lives.

MARTINETZ

galerie michaela stock

Sandro Đukić

Sandro Đukić, Ironworks Sisak (arch_022_143_8749), 2015 (part of the project The Outworn Structure), pigment print, 136 x 253 cm, framed, edition: 3+AE

At the booth of galerie michaela stock the Croatian New Media artist Sandro Đukić deals with the changing relationships of media such as photography and video, but also with computer-controlled mechanisms. Language as Ideology is a multimedia work – the installation including the digital archive on history of mining generated by computer algorithm, the video Daydream and a a large-format photograph from the Ironfactory Sisak – dealing with the issue of time, that is, duration and the transience of socio-historical phenomenon. Installation “arch_0001_276 / GAME OVER – wish to reconsider reality?” from 2021 is based on 10 years research on workers and miners heritage from town Labin in Istria. As a part of long term project Sandro Đukić was leading digitalization of documents and periodic for beginning of the 20 century until nowadays. Finally, over 9000 pages where processed with OCR software and text was split in six groups; from early period 1900 to 1920, telegraph correspondence between miners office in Labin and head office in Vienna – company managing strike breaks, rising after WW II optimism and glorifying productivity until collapse of socialism, until transitional period of nowadays. All text was subject of “text mining”, text analyzing procedure, based on Noam Chomsky theory, and it was created lexicon / dictionary for each period. Using that dictionary, generated by computer algorithm, the text was produced. Despite sometime strange construction, one can with ease recognize the period as well as economy, culture as well as language as tool of ideology of the specific time. Finally, all that text, over 6000 sentences, become content of the Artist Books and prints as part of the installation.

OpeningParty

Frederick Steinemann

WAS A GREAT OPENING, WITH FAIR SPACE FOR EACH GALLERY, GOOD ART GOOD ARTIST

FREE FOOD AND DRINKS ALL WAS HAPPY AFTER SO LONG LOCKDOWN!

MANY THANKS

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donkey balancing on a tennis ball

WAF galerie / Wiener Art Foundation

Christian Rothwangl

donkey balancing on a tennis ball

Opening: wednesday, 16.06.2021 | 6-10 pm

Exhibition: 17.06.-15.07.2021

Schadekgasse 6-8, 1060 Wien

https://www.artfoundation.at/

http://christianrothwangl.com/

@christianrothwangl

Christian Rothwangl

Christian Rothwangl

donkey balancing on a tennis ball

Everything you need to know, right now, enclosed in an aspect ratio of one to the square root of two: 210 by 297 millimetres. Christian Rothwangl begins with reams of blank A4 sheets and a limited selection of pigmented ink washes. He generates multitudes of sketches, in which abstraction appears as an intimate tussle between figures of naturalistic familiarity – the landscape, the hand, the donkey – and the fluid medium. Bound up in their standardised, A4 format, the resulting images are the crystallisations of a habit: the productive nonconscious, crystal formation, the artist’s own body, slow training and imitation, the creative in the technical, the machinic in the creative.

In the transposition from paper to canvas, Christian retains the initial compositions and imagery as blueprints for an expanded, painterly production. The process by which he re-makes his sketches on another surface is almost mechanical; he describes himself as his own assistant. First, he draws out dark frames around the picture-planes-to-be, which are then primed for painting. The stretched canvas is thus re-formed into a Träger of Bildträgern, to become a mise en short-circuited abyme that always loops back to Christian’s original ink sketches. And yet, this labour of re-making is also a dynamic of re-interpretation. And like the best literary translations, which cannot be judged according to some tired, heteronormative notion of ‘fidelity’, Christian’s paintings are infused with intimacy for their subject matter – they recite, in their own terms, dreams mumbled into the pillowcase after a long and restless night.

Exhibition view, Kunstbuero Vienna 2019, photo: Philipp Pess

The reverie takes off again, just above our eyelines: tracing a halo over our heads, following an interminable assembly line, or perhaps even unfolding a narrative, like a classical frieze on the interior walls of a great temple. The lines that Christian re-creates in acrylic paint have to be insistent if they will ever get their point to us, down here. The Tusche washes, however, seem to disperse, exposing one another to our scattered gaze. The interplay of lines with these unsettled surfaces is another example of the recursivity with which the works find their way: looping mechanical processes of non-mechanical re-production; poetic communication through the mute standardisation of the Deutsches Institut für Normung; abstracting the figurative and figuring the abstract. In his work (as his own assistant), Christian performs contradictions that disrupt binaries in ways neither positive nor negative. There is no sublimation, only complication, and the result would lead me to believe that differentiation through re-iteration is the only worthwhile feedback, in the end.

Text by Miriam Stoney

*1993 in Bruck an der Mur AT

2013-19 Akademie der Bildenden Künste Wien AT

2017 Slade School of Fine Art London GB

2019/20 ASA Stipenium HfBK Hamburg GER

lebt und arbeitet in Wien  lives and works in Vienna AT

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Mahagonny

PORGY & BESS

Mahagonny – Ein Songspiel (A/D/ISR)

Kammeroper von Kurt Weill/ Bert Brechtund

Arien von Kurt Weill

Premiere der Kammeroper: SO 27. JUNI 2021 | 14 Uhr

MO 28. JUNI 2021 | 20:30 Uhr

Bruno Berger-Gorski: Inszenierung

Anna Sushon: Dirigentin

mit: Gail Gilmore, Victoria Hotjanov, Franz Gürtelschmied, Zoryana Kushpler,

Ethel Merhaut, Ognjen Milivojsa, Wolfgang Resch, Shlomi Wagner,

Anna Kreinecker: Ausstattung

Tadeusz Krzeszowiak: Licht


Für die Schirmherrschaft danken wir:

S.E. Ralf Beste,Botschafter der Bundesrepublik Deutschland

S.E. Mordechai Rodgold, Botschafter des Staates Israel

Riemergasse 11, A-1010 Wien

https://www.porgy.at/events/10513/

“MAHAGONNY – Ein Songspiel”

sowie selten gespielte Songs und Arien von Kurt Weill im Porgy & Bess

Am 27. und 28. Juni 2021 gestaltet der Verein Musiktheater Wien e.V. einen Abend mit selten gezeigten Werken von Kurt Weill im Porgy & Bess. Im ersten Teil gelangt eine Neuinszenierung der Kammeroper “Mahagonny – ein Songspiel” zur Aufführung, im zweiten Teil werden Arien und Songs aus wenig bekannten Opern und Musicals von Kurt Weill präsentiert.

Die Inszenierung übernimmt der internationale Regisseur mit polnischen Wurzeln Bruno Berger-Gorski. Er hat in Wien u.a. die österreichische Erstaufführung von Kurt Weills “Der Silbersee” inszeniert sowie in Bergen /Norwegen „Die sieben Todsünden“. Als Regisseur und Produzent engagierte er sich für die Aufführung von Kammeropern zeitgenössischer israelischer Komponist*innen wie Ella Milch-Sheriff , Josef Tal und Luca Lombardi und hat wiederholt junge israelische Sänger*innen nach Deutschland, Polen und Österreich eingeladen.

Berger-Gorskis Inszenierung von “Gespräch mit einem Stein” von Ella Milch-Sheriff kombiniert mit “Else” von Josef Tal wurde mit Shira Patchornik/ Einat Aronstein u.a. in die Kultur-Synagoge “Zum Weißen Storch“ nach Wroclaw, zum jüdischen Festival ins Galicia-Museum nach Krakau und zum Jaffa-Festival nach Tel Aviv eingeladen sowie (mit der Beteiligung von Marko Feingold) im Museum der Moderne und der Synagoge Salzburg gezeigt.

Bruno Berger-Gorski hat mehrmals in Israel inszeniert: “Samson et Dalila” im Amphitheater von Ashkelon , “Il Barbiere di Siviglia” am Stricker-Conversatorium in Tel Aviv, “Hommage an Else Lasker-Schüler” von Josef Tal im Hateiva-Theater sowie die israelische Erst -Aufführung der Kammeroper “Golden Dragon” von Peter Eötvös im Gesher-Theater.

Mahagonny – ein Songspiel

Jessie: Ethel Merhaut

Bessie: Zoryana Kushpler

Charlie: Franz Gürtelschmied

Billy: Wolfgang Resch

Bobby: Shlomi Wagner

Jimmy: Ognijen Milivojsa

Bewohner von Mahagonnny

Rami Rafea Abusaeeda, Zoe – Afan Strasser, Vito Vidovic Bintchende

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“Le Grand Lustucru” aus dem Musical “Marie Galante” (1934)
Shlomi Wagner, Bariton



1927 fand die Uraufführung von als Auftragswerk des Musikfestivals “Deutsche Kammermusik Baden-Baden” statt. Es war die erste Zusammenarbeit von Kurt Weill mit Bertolt Brecht. Caspar Neher gestaltete das Bühnenbild als Boxring, Brecht führte Regie – die Aufführung ruft Begeisterung bei der Kritik, als auch Protest beim Publikum hervor. Kurz danach wird die Partitur zurückgezogen, Brecht und Weill beginnen, aus dem Stoff die dreiaktige, abendfüllende Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ zu entwickeln. Das “Songspiel” in seiner ursprünglichen Form ist bis heute ein äußerst selten aufgeführtes Werk.

Arien und Songs

„What good would the Moon be” aus dem Musiktheater-Stück “Street Scene” ( 1947)

Ethel Merhaut, Sopran

“Cowboy Song” aus dem Musical “Johnny Johnson” (1936 )

Ognijen Milivojsa, Bassbariton

“My Ship” aus dem Musical “Lady in the Dark” (1941)

Zoryana Kushpler, Mezzo

“Les Filles de Bordeaux” aus dem Musical “Marie Galante” (1934)

Wolfgang Resch, Bariton

“Le Grand Lustucru” aus dem Musical “Marie Galante” (1934)

Shlomi Wagner, Bariton

“Und was bekam des Soldaten Weib ?” aus dem Theaterstück

“Schweyk im Zweiten Weltkrieg” von Bertolt Brecht (1943)

Victoria Hotjanov, Mezzo

“Oh Captain, my Captain” , Four Walt Whitman Songs/ No 2 (1942-47)

Franz Gürtelschmied, Tenor

“Caesar`s Tod” aus der Oper “Der Silbersee” (1933),

Ethel Merhaut, Sopran

„Septembersong“ aus dem Musical „Knickerbocker Holiday“ (1938)

Gail Gilmore, Mezzo

Anastasia Noya, Klavier

Produktionsteam:

Inszenierung: Bruno Berger-Gorski

Anna_Sushon_c_xy

Dirigentin: Anna Sushon

Ausstattung: Anna Kreinecker

Lichtdesign: Tadeusz Krzeszowiak

Mit: Ethel Merhaut, Victoria Hotjanov, Zoryana Kushpler, Franz Gürtelschmied,

Ognjen Milivojsa, Wolfgang Resch, Shlomi Wagner, Shmuel Barzilai, Gail Gilmore

Vorstellungen:

Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien

Sonntag, 27. Juni 2021 | 14:00 Uhr

Montag, 28. Juni 2021 | 20:30 Uhr

SAVE THE DATE

Galicia Jewish Museum, ul. Dajwór 18, Kraków, Polen

Sonntag, 4. Juli 2021

Eine Neuproduktion von Musiktheater Wien e.V.

in Kooperation mit Exilarte – Zentrum für verfolgte Musik und dem
Festiwal Kultury Żydowskiej w Krakowie (Jüdisches Kulturfestival Krakau)

Dajwór 18, 31-052 Kraków, Polen

http://www.galiciajewishmuseum.org

Gefördert durch den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, den Zukunftsfonds der Republik Österreich, das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, die Stadt Wien

Für die Schirmherrschaft danken wir:
S.E. Ralf Beste, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland
S.E. Mordechai Rodgold, Botschafter des Staates Israel

https://brunoberger-gorski.com/

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Drei_Heavy_Burschis

Weingut Payr Carnuntum

Drei Heavy Burschis

Betrachtungsweisen im Weingut Payr

ALEXANDER PEEV – BEGI GUGGENHEIM -GEORG KUBLA

Eröffnung: Opening: 18. June 2021 | 14 -20 pm

Curator Lukas Willmann

Ausstellung: 19. June – 30. August 2021

in Kooperation mit Kunstraum am Schauplatz, WienWeingut Payr,

Dorfstraße 18 2465 Höflein

https://www.weingut-payr.at/weingut/robert-und-carnuntum

@robertpayr @kunstraumamschauplatz @begiguggenheim @alexandar_peev

@kubla.studio @wiener_artfoundation Anton Herzl

Poster design @studio______ia#begiguggenheim

Anfahrt:per Automobil ca 40min : Ostautobahn bis Bruck a.d. Leitha Ausfahrt Ost rechts abbiegen dann Beschilderung folgen

Per Zug ca 37 min: REX von Hbf Wien nach Bruck a.d.Leitha je 15 min nach/15 min vor voller Std

dann Shuttle (6 Pers.max) von Bhf nach Höflein

Kontakt: +43 699 15252515

Besichtigung nach Vereinbarung: Robert Payr +43 664 2307535

Lukas Willmann +43681 81939710

Teaser Drei Heavy Burschis

„Drei Heavy Burschis“ – Begi Guggenheim, George Kubla undAlexandar Peev, allesamt Bildhauer, stellen ihre Arbeiten auf dem Weingut Payr in Höflein (bei Bruck an der Leitha) aus. Der mit dem Ausstellungstitel vom Kurator Lukas Willmann herbeizitierte Superstar Martin Kippenberger schwebt ahnenhaft über diesem Projekt: Sein Motto „Utopien für Alle“ mag auch in den Plastiken und Skulpturen von Guggenheim, Kubla und Peev wiederzuentdecken sein.

In Anverwandlung an Martin Kippenbergers Shandyismus – Kunstwerke müssten nicht authentisch sein, sondern „taktisch richtig“*  – platziert der Ausstellungsmacher Lukas Willmann seine drei schwersten Geschütze, Begi Guggenheim, Alexandar Peev und George Kubla in höfleiner Weingut Payr vor den Toren Wiens.

Mit dem Anglizismus „heavy“ beschreiben die Jugendkulturen deutschsprachiger Länder wohl schon seit den 1970er Jahren (heavy-metall) all jene Phänomene, die aufgrund ihrer heftigen Wirkung einen starken Eindruck hinterlassen; und das tun die Künstler dieser Ausstellung mit ihrem plastischen- und skulpturalen Werken alle Male:  Gewichts- und Formatbewusstsein findet sich bei allen drei Künstlern als vordergründige Gemeinsamkeit und die Ausstellung „Drei Heavy Burschis“ im Weingut Payr fordert das Publikum dazu auf, sich auf diese Verkostung unterscheidend einzulassen und sich vor der Fetten nicht zu fürchten, wenn es darum geht Assoziationen zu erschmecken und die Unterscheidbarkeiten zu benennen, was die Kunst betrifft, versteht sich!

Auf dem assoziativen Feld stellt diese plastische und skulpturale Kunst, wie wir sie auf dieser Ausstellung vorfinden, nämlich Bezüge zu (Kunst-)Geschichte her und man ist dazu geneigt, die bildnerischen Arbeiten mit historischen in eine gedankliche Verbindung zu setzen. Begi Guggenheims Beiträge mögen die Betrachterinnen an die Utopien – geschwängerten Epochen vor etwa 100 Jahren erinnern, als eine strahlende Zukunft vor der Menschheit zu liegen schien und die Gegenwart von daher als etwas Vorläufiges betrachtet werden konnte, während das jeweilige künstlerische Schaffen damals als prothetisch, also vorläufig, betrachtet werden konnte. Mechanische Roboterträume mit ihrem klassisch anmutenden Design prägen unsere Erinnerungen die zukunftsfreudige Filmwelt der 1920er Jahre! In George Kublas Arbeit schwingt bei manchem Stück möglicherweise ein Hauch futurismo mit, eine Stilepoche die den Wechsel in ihre Zukunft radikaler und nähergerückter darstellt; hier findet sich bereits der Verweis auf die allgemeine Beschleunigung, welcher durch ein Ineinanderfließen von Bewegungsmomenten zu der typischen Formensprache geführt hatte.  Für Peev und beispielsweise sein Sujet vom Bärentierchen erscheint die Zukunft als Gegenwart, die in der selben Sekunde – hier etwa als wissenschaftsgeschichtliches Zitat – schon wieder Historie ist. Entsprechend gibt es auch bei allen drei Künstlern, Guggenheim, Kubla und Peev einen Moment des Skurrilen, welcher von Arbeit zu Arbeit und Künstler zu Künstler unterschiedlich stark ausgeprägt sein mag, aber philosophisch gesehen leben wir nun einmal in einer Zeit, in der die technischen Erwartungen an Zukunft bisweilen sogar übertroffen worden zu sein scheinen, wo also ein ernsthafter Versuch, mittels Design eine positive Zukunft zu beschreiben, kein staubtrockenes Unterfangen mehr sein kann.

Im zeitgenössischen Geschehen kann Utopie am besten/bestenfalls als vergangene Utopie beschrieben werden, denn alle sitzen wir auf der Oberfläche einer Augenblicklichkeit, die Zukunft und Vergangenheit in das ewige Jetzt der Gegenwart hinein zu saugen scheint.

Doch die Werke von Bildhauern haben aufgrund ihrer Dinghaftigkeit, in einer von Digitalität geprägten Welt immer auch etwas archaisch Retrospektrales [sic], verweisen eben auf die Körperlichkeit unserer Existenz und sind im Gegensatz zum Flux der elektronischen Dateien

„heavy“, da gegenständlich.  In dieser Hinsicht leben wir in einer Zeit, wo die Veränderung von Skulptur dort stattfindet, wo sich der Kontrast hinsichtlich der (digitalisierten) Lebensrealität der

Betrachterinnen verändert. Plastiken sind eben keine Bilder, sondern (in der Regel) dreidimensionale materielle Objekte und selbst in einem Kunstkatalog können diese immer nur von einer Seite abgebildet werden, während ihre Gegenwart das Publikum dazu herausfordert sich selbst (und das payr´sche Weinglas) zu dem Kunstwerk zu verhalten, es gehend zu umkreisen, mit den Augen zu begreifen, sich persönlich um einen Wechsel in der Perspektive zu bemühen.  Diese Interaktion mit einem skulpturalen Kunstwerk ist zwar auf der Welt nicht neu, aber mag der Alltagserfahrung der Interessentinnen um ein gestiegenes Maß widerlaufen, wenn man bedenkt, dass wir nunmehr in einer Welt leben, wo ein Gros der sinnlichen Erfahrungen über einem mehr oder weniger kleinen Bildschirm zustande kommt.  Von diesem Gedanken ausgehend ist

anzunehmen, dass die Routinen für die Begehung eines Skulpturen- Parcours in unserer Gegenwart beim Publikum eine jeweils neuartige Herausforderung darstellen mögen, jedenfalls sich bereits eine Umkehrung hinsichtlich dessen vollzogen haben mag, was das Selbstverständliche und was das ungeahnt-in-der-Zukunft-Liegende sein könnte.

Es ist ebenfalls rund hundert Jahre her, dass ein gewisser Georges Hébert seine sogenannte Méthode Naturelle begründete, ein Programm, das mit Hilfe eines – heute würde man sagen – Trimm-dich-Pfades die körperlichen und geistigen Fähigkeiten seiner Mitmenschen anzuregen gedachte. Das Lustwandeln auf dem Hof und auch im Gelände, von einem Ausstellungspunkt zum Anderen mag dabei in der Inszenierung durch den Kurator Lukas Willmann auf ähnliche Weise jene Talente des Publikums wieder zum Vorschein befördern, welche in der Zeit des Lockdowns möglicherweise schon durch die Bildschirme geschlüpft waren: Den einen Körper als ein Korrelat von Kunstgegenständlichkeit in Stimmung und Position zu heben, sich selbst an die Orte der Eigentlichkeit zu begeben und damit ad personam Teil des Geschehens zu werden. Dabei fallen die zu Guckkästen umfunktionierten Stahlbehälter in der Weinkelterei besonders auf: Deren dezidierte Wirkung beim Betrachten der darin positionierten Ausstellungsstücke, mag in der unerwarteten Anverwandlung von winzerischer und künstlerischerProduktivität begründet sein.   Skulptur ist gerade in einem solchen Umfeld in außergewöhnlichem Ausmaß eine Kunstgattung, die diese Aktivitäten des Publikums einzufordern im Stande ist. Vom Kurator Willmannmotiviert, vom Gastgeber Robert Payr gelabt und auf künstlerische Arbeit von Alexandar Peev, George Kubla und Begi Guggenheim neugierig gemacht, wird das verehrte Publikum in post-utopischer Absicht zu den Strapazen von Anreise, Aufenthalt und Besichtigung eingeladen, den jeweiligen Wettern zu trotzen, die Bewegung nicht zu scheuen, die Gedanke selbst zu entfalten und das Gebotene durch stetigen Perspektivenwechsel zu verinnerlichen, um an der Erbaulichkeit der Weinqualitäten und dem Kunstgenuss ästhetischer Erfahrung sich zurück in die Zukunft zu begeben, oder war es umgekehrt?

 *[Zitat Burkhard Riemschneider]     Anton Herzl, 2021

Anton Herzl

#kunstimweingut #carnuntum.wein#artshow#hoeflein#weingutpayr#carnuntum

#wineandart #sculpture_now #contemporaryart

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MOVE THE VIEW!Gasteiger – Vopava – Zitko

GALERIE ESTERMANN+MESSNER

MOVE THE VIEW!Gasteiger – Vopava – Zitko

Eröffnung: opening: Mittwoch, 19. Mai 2021

Künstler: Jakob Gasteiger – Walter Vopava – Otto Zitko

Einführung Florian Steininger (Kunsthalle Krems)

Finissage 2. Juli 2021 | 18-21 Uhr

Ausstellung: Exhibition: 20. Mai – 2. Juli 2021

Öffnungszeiten: Donnertag – Freitag | 14 – 18 UhrSamstag | 11 – 15 Uhr

Himmelpfortgasse 22, 1010 Wien

http://www.estermannmessner.at

#JakobGasteiger #WalterVopava #Otto Zitko

Pic: by Casaluce -Geiger /http://www.casaluce-geiger.net/

Video: Estherartnewsletter.com

Otto Zitko _oT_WVZ1890_2021_Acryl_Ölstift auf Aluminiumverbund_149,4 x 109cm

Jakob Gasteiger – Walter Vopava – Otto Zitko
Neue Abstraktion in Österreich

Während sich in den 80er Jahren die „Neuen Wilden“ innerhalb der österreichischen Malerei austobten, gab es einzelne malerische Positionen, die ihren eigenen Weg einschlugen, nämlich den Weg in die Gegenstandslosigkeit. Auf der Suche nach dem „einen, idealen Bild“ wurden sie, jeder auf seine Weise, zu Aushängeschildern der österreichischen Malerei und können heute jeweils auf national und international erfolgreiche Karrieren zurückblicken. Die entfesselte Urkraft Zitkos, der sich selten auf die reine Bildfläche beschränkt und oft den gesamten Ausstellungsraum mit seiner bedingungslosen Spur überzieht, trifft auf die zurückhaltenden, mit feinen Lasuren in abstrakten Raumtiefen suchenden Werke von Vopava. Das reine Material Farbe als Gegenstand der Bildfindung und ein Schritt in dasDreidimensionale, Bildskulpturale finden wir bei Gasteiger.

Walter Vopava_oT_2021 150x100_Acryl auf Leinwand 2

Jakob Gasteiger (*1953 in Salzburg) stellt, in Anlehnung an die Tendenzen von Minimal Art und Monochromie, den Malprozess in den Vordergrund. Seine Arbeiten sind von einer reduzierten Formensprache einerseits und höchster ästhetischer Kompetenz andererseits geprägt. Mit einem Kamm, der eigens für jedes Bild gefertigt wird, bearbeitet der Künstler die aufgetragene Farbe, horizontal, vertikal oder in Schwüngen. Was bleibt, sind Furchen und fragile Farbgrate als Zeugen der künstlerischen Geste. Schon früh begannen die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur bei Gasteiger zu verschwimmen. Doch während seineGemälde von wohl überlegter Kontrolliertheit und formaler Askese erzählen, kommt in seinen Plastiken dem Zufall eine entscheidende Rolle zu: Sie entstehen, indem flüssiges Aluminium in kaltes Wasser gegossen wird.

Jakob Gasteiger_2020_Acryl Leinwand_200x150cm_280

Die Bildkompositionen von Walter Vopava (*1948 in Wien) sind der Reduktion in Farbe und Form verpflichtet: Vopavas Hauptthema ist die Koexistenz – oder sollte man sagen, der Wettstreit? – von Dunkelheit und Licht. Scheinbar in der Tradition des italienischen Chiaroscuro stehend, kommt es in seinen Arbeiten mittels Hell-Dunkel zu einer Steigerung des Ausdrucks und der Dramatik. Tritt eine Farbe hinzu, Grün oder Violett beispielsweise, wird diese durch den Farbe-Nichtfarbe-Kontrast maximal zum Leuchten gebracht. Man kann sich kaum sattsehen. Vopavas Malerei ist eine Synergie aus Konstruktion und Intuition. Er ist ein Meister der Spannung: Gekonnt deutet er Bildinhalte an, doch tut er dem Betrachter letztlich nicht den Gefallen, seine Bilder in echte Räumlichkeit aufzulösen. Sie bleiben rätselhaft.

Walter Vopava_oT_2021 200x160_Acryl auf Leinwan

Otto Zitko (* 1959 in Linz) nähert sich der Zeichnung vom Standpunkt der Malerei heraus an. Er ist ein Künstler der großen Geste. Aus der Motorik von Hand und Arm, ihren kreisendenBewegungen, füllt Zitko den Bildraum mit dem, was sein Körper ausführt. Es entsteht eine scheinbar endlos fortsetzbare Linie. Sie macht den Bildinhalt aus und entzieht sich gleichzeitig der Interpretation durch den Betrachter. Sie füllt Blätter, Bildtafeln und Wände und nimmt mitunter monumentale Ausmaße an. Dann scheint es, als wollte der Künstler mit seiner intuitiv suchenden Linie die Oberfläche für sich erobern und den Betrachter in ein undurchdringbares Geflecht verstricken. Auch das Farbspektrum bleibt in Zitkos Arbeiten reduziert auf ein, zwei Farben, die dafür umso intensiver zur Wirkung kommen.

Otto Zitko – EstherArtnewsletter Pic: by Casaluce -Geiger /http://www.casaluce-geiger.net/

Künstler Info:
Otto Zitko: https://www.ottozitko.com/de
Jakob Gasteiger: https://www.jakobgasteiger.com/
Walter Vopava: https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Vopava

Exhibition Opening: 19. may 2021 Video: Estherartnewsletter.com

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