Georgia O’Keeffe Vienna

kunstforum-2014
Bank Austria Kunstforum Wien
Georgia O’Keeffe
Pressekonferenz:
Dienstag, 6. Dezember 2016 | 10.30 Uhr
Eröffnung:
Dienstag, 6. Dezember 2016 | 18.30 Uhr
Es sprechen:
Ingried Brugger, Direktorin, Bank Austria Kunstforum Wien
Kuratorinnen: Heike Eipeldauer und Tanya Barson (Tate Modern)
Ausstellung: 7. Dezember 2016 – 26. März 2017
Kooperation mit der Tate Modern, London
und der Art Gallery of Ontario, Toronto
1010 Wien, Freyung 8

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Georgia O’Keeffe, Jimson Weed/White Flower No. 1, 1932. Oil on canvas, Crystal Bridges Museum of American Art, Bentonville, Arkansas, 2014.35. Photograph by Edward C. Robison III. © Georgia O’Keeffe Museum / Bildrecht, Wien, 2016

Georgia O’Keeffe (1887–1986)

war eine Begründerin der amerikanischen Moderne und eine Pionierin als Künstlerin. Die Gelegenheiten, O’Keeffe in Europa zu sehen, sind rar: ihre Gemälde sind auf die wichtigsten US-Sammlungen verteilt, wo sie den Status von Ikonen einnehmen. Erstmals in Österreich gibt nun diese Retrospektive Einblick in das sieben Jahrzehnte umfassende Œuvre O’Keeffes. Unter den ausgestellten Werken befindet sich auch Jimson Weed/White Flower No. 1 (1932) als das teuerste Bild, das jemals von einer Künstlerin versteigert wurde.

O’Keeffe debütierte 1916, vor genau hundert Jahren, in dem von Männern dominierten Künstlerzirkel um den Fotografen Alfred Stieglitz, ihrem späteren Ehemann.

Die Ausstellung setzt mit ihrem weniger bekannten, der „spirituellen“ Abstraktion Wassily Kandinskys nahestehenden Frühwerk ein. O’Keeffes monumentale Blumenbilder der 1920er-Jahre, die, unter dem Einfluss der Schriften Sigmund Freuds, stark sexualisierende Interpretationen hervorriefen, zählen zu ihren populärsten Sujets. Formale Spezifika wie der scharfe Fokus, die Ausschnitthaftigkeit und das Close-up führen O’Keeffes innovative Übersetzung fotografischer Strategien in die Malerei vor Augen. Diesen künstlerischen Dialog untermauert die Schau mit einer Auswahl von Fotografien von Stieglitz, Ansel Adams und Paul Strand. O’Keeffes nahezu abstrakten, von der kargen, unendlichen Wüste New Mexicos inspirierten späten Landschaftsbilder, verkörpern die Erschaffung des „Great American Thing“, einer spezifisch amerikanischen Kunst, und nehmen Kunstströmungen des Abstrakten Expressionismus und des Minimalismus vorweg. Die Ausstellung verdeutlicht O’Keeffes singuläre Position, die sie mit ihrem Brückenschlag zwischen europäischem Modernismus und amerikanischer Nachkriegsabstraktion einnahm sowie durch ihre stete Vermittlung zwischen Naturbezug und Abstraktion, zwischen Organischem und Geometrischem, Gefühl und Entpersönlichung.

Die Ausstellung wurde von Tate Modern in Kooperation mit dem Bank Austria Kunstforum und der Art Gallery of Ontario, Toronto, organisiert.

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