55-Year GPL

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GPL contemporary Galerie Peithner- Lichtenfels
55 YEARS – LOOKING FORWARD
e i n e A u s s t e l l u n g a n l ä s s l i c h d e s
5 5 – j ä h r i g e n B e s t e h e n s d e r G a l e r i e
Vernissage:
Donnerstag, 17. November 2016 | 19 Uhr
zur Eröffnung spricht Dr. Walter Seidl
Gruppenausstellung  m i t :
Sabine Bitter & Helmut Weber, Jason Bunton, Rouven Dürr,
Michael Endlicher, Christian Frosch, Die 4 Grazien, Harald Gfader,
Tatjana Hardikov, Tobias Hermeling, Johanna & Helmut Kandl,
Bodo Korsig, Martina Menegon, Jürgen Paas, Niki Passath,
Oliver Ressler, Isa Rosenberger, Dirk Salz,
Sommerer & Mignonneau, Christian Stock, Gerold Tusch,
Jan Maarten Voskuil, Anna Werzowa
Ausstelung: 18. November 2016 – 13. Januar 2017
Sonnenfelsgasse 6, 1010 Wien

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Rouven Dürr

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Bodo Korsig und 16X _ Angewandte Formelhaften Bildelemente

55 YEARS – LOOKING FORWARD

Anlässlich ihres 55-jährigen Jubiläums präsentiert die Galerie Peithner-Lichtenfels eine repräsentative Auswahl des Schaffens der KünstlerInnen ihres Programms. Anstelle eines Rückblicks soll die Neuausrichtung der Galerie im Vordergrund stehen, die neben den sich einer minimalistischen Bildsprache verpflichtenden malerischen und skulpturalen Positionen auch eine politisch reflexive und medienübergreifend arbeitende Gruppierung an KünstlerInnen versammelt.

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Christian Stock, “Canvas canvas on the wall …”

Die Auseinandersetzung mit Malerei und ihrer Grundparameter, die in der Kunst seit dem 20. Jahrhundert analysiert und dekonstruiert werden, zeigt sich bei den Künstlern Christian Frosch und Christian Stock, die beide 2011 an der richtungsweisenden Ausstellung „Farbe im Fluss“ in der Weserburg in Bremen vertreten waren – ebenso eine Jubiläumsausstellung, die internationale KünstlerInnengrößen der letzten Jahrzehnte mit einem minimal-malerischen und abstrakt-reflexiven Ansatz versammelte. Bei beiden Künstlern stehen die physikalischen Eigenschaften von Farbe im Vordergrund, wodurch sich wie auch bei Jan Maarten Voskuil meist skulpturale Formationen ergeben, die das klassische Tafelbild verwehren und kontextuelle Verschiebungen des Farbauftrages bewirken.

Farbe steht auch im Vordergrund der Arbeiten von Jürgen Paas, der das Trägermaterial fokussiert und Archiv-ähnliche Situationen erzeugt, die auf die Minimal Art rekurrieren und einen industriellen Charakter mit klaren Ordnungsprinzipien vorweisen. Die Reflexion bzw. spezifische Fokussierung eines Mediums wird bei einigen der KünstlerInnen mit einer linguistischen Ebene verbunden, wie etwa in Michael Endlichers Textbildern und Textobjekten.

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Michael Endlichers DRAMENBLECHE

Sprache als Element zur Konstruktion von Geschichte und einer alternativen Lesart dient als wesentliches Element in Isa Rosenbergers Videos, die sich einer Oral History Methode bedienen. Parallel zu Rosenbergers politischer Bildsprache verwendet Oliver Ressler in vielen seiner Videos ebenso die Methode des Interviews, benutzt aber auch das Medium Fotografie, um den Einfluss dominanter Herrschaftsverhältnisse auf Wirtschaft, Kriegsszenarien und Naturveränderungsprozesse zu analysieren. Sabine Bitter und Helmut Weber verhandeln auf fotografischem Terrain jene sozialen Strukturen, die Architektur durchdringen. Die Beschäftigung mit modernistischen Raumverhältnissen richtet sich dabei auf unterschiedliche Sozialitäten, durch die historisch zentrale Bauten und Räume konstanten Veränderungsmechanismen unterworfen werden.

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Niki Passath

In langjähriger Tradition bedienen sich Helmut und Johanna Kandl einer erweiterten Medienpraxis, die individuell oder gemeinsam Malerei, Fotografie, Video und Text miteinander verquicken. Auch hier steht die Inkongruität einer ökonomischen Realität mit den sie durchdringenden neoliberalen Verheißungen im Vordergrund der Betrachtung, die von beiden KünstlerInnen stets bildlich und textlich verarbeitet wird.

Die KünstlerInnen von GPL contemporary setzen sich mit unterschiedlichen Ebenen der Bildanalyse auseinander, die von der klassischen formellen Betrachtung künstlerischer Medien bis zum sozialen Gebrauch von Bildern reicht, deren Aussagekraft in bestimmten sozialen, ökonomischen und politischen Entitäten reflektiert wird. Hinsichtlich der Wiener Galerienlandschaft zeigt sich eine große Bandbreite vor allem österreichischer KünstlerInnen, von denen speziell in jüngster Zeit wesentliche Positionen aufgenommen wurden, die das Profil der Galerie auf internationalem Niveau schärfen. Das Programm der Galerie wurde hinsichtlich seiner Geschichte zwar verschlankt, gleichzeitig aber auch erweitert, um an aktuellen Debatten innerhalb der zeitgenössischen Kunst teil zu haben.

Dr. Walter Seidl

https://www.facebook.com/events/189480844791835/

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Bruno Liberda, WHERE WE MEET (SÉANCE INTIME NR. 3)

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