Tahmineh Monzavi

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Hinterland
EINE ELEGIE DER ZERSTÖRUNG
Tahmineh Monzavi: Requiem for desolation
Eröffnung:
Mittwoch, 23. Nov. 2016 | 19 Uhr
Photographien von Tahmineh Monzavi
Ausstellung:Exhibition: 24.Nov – 23. Dez 2016
Krongasse 20, 1050 Wien

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„In meiner Kindheit lebte ich in einem einhundert Jahre alten Haus voller filigraner Reliefs an Wänden und Decken. Die Kraft dieses Hauses und seine alte Architektur gaben mir immer ein Gefühl von Halt und machten mich stolz. Dieser Ort kündete von einer längst vergessenen Zeit. Die Vergangenheit war stets ein Teil dieses Hauses mitsamt der Biographien all derer, die darin gelebt hatten. Jahre später habe ich Fotos von Ruinen gesehen, Ruinen, die sich überall in der Welt befinden könnten. Diese Bilder weckten meine Erinnerungen an jenes Haus, wie es selbst schon verfiel. Zwischen zerbrochenen Ziegelsteinen und halb verfallenen Wänden liegt eine einzigartige Schönheit, etwas Unverwechselbares; etwas, das mich dazu antrieb, mir ein ganz eigenes Bild von der Vergangenheit zu machen.

Ich spürte eine seltsame Anziehung zu allem Zerstörten; eine Neigung, mich verfallenen Orten anzunähern. Jede Ruine ist auch eine Spur des Lebens, die das längst Vergangene ins Heute trägt.

Diese Orte können in Afghanistan sein – werden auf Leinwand aber zur Metapher eines Gefühls. Ich zeige in meinen Arbeiten aktive Künstlerinnen, die sonst nie die Chance erhalten, gesehen und wahrgenommen zu werden. Aufgrund der jahrzehntelangen Kriege verbinde ich Afghanistan generell mit meinem Begriff von Ruine. 

In meinen Arbeiten versuche ich stets das Verschüttete in der Welt zu zeigen. Die Darstellung von Frauenbildern und wie sie in Kontakt mit diesen zerstörten Landschaften treten, ist nur ein Teil meines eigentlichen Interesses. Vor allem geht es mir darum, die Einsamkeit dieser Orte, so wie alles, was unsichtbar und an den Rand gedrängt wurde, erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.“

Tahmineh Monzavi, 2016

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Photograph: Tahmineh Monzavi  Cello: Atena Eshtiaghi

TAHMINEH MONZAVI
Requiem for a desolation

“We are invited as witnesses to this funeral of ruinedplaces. Remained buildings from past are presentedin our sight to show what they have done not only in a certain era but also in the history of their existence. Growing up in these kind of places made my childhood full of imaginations and inspiration from the painting on sealing and the statues in living room. I knew I was living in a powerful place that led me to think deeper and stronger. The existence of past has influenced the young generation, all the signs which are disappearing. The memory of people who used to live in these buildings has vanished. My feeling about these locations is full of sorrow as if they were alive. The death of cultural treasure is as painful as human beings death. I replaced the emptiness of the atmospheres with the existence of woman who are invisible in the muscularity of the society. “Kharabat” (Desolation) is a concept in Iranian and Afghan mysticism, which could mean a place for drinking wine, a holy place to pray or even a ruined place.”

hinterland, Krongasse 20, 1050 Vienna
Exhibition: 23. November  –23. December 2016

https://www.facebook.com/events/539474569596061/

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