MARIO DALPRA

Galerie CSELLEY MÜHLE Oslip, Burgenland
MARIO DALPRA “Retorno”
Malerei und Skulptur
Kunstbrunch & Vernissage:
Sonntag, 9. Oktober 2016 |11 Uhr
Eröffnung und einführende Worte CARL AIGNER
Ausstellung: 10.10 bis 01.11.2016
7064 Oslip, Sachsenweg 63
http://www.cselley-muehle.at/

web mario dalpra portrait.jpg

http://www.cselley-muehle.at/event.php?uid=51901684

Wir nähern uns dem Künstler über seine Arbeit.
Ganz wie diese ist er verschiedenen Kulturen verpflichtet.
Dass er in so grundverschiedenen Ländern wie Österreich
und Indien lebt und arbeitet, befremdet uns nicht, wenn wir
seine Arbeiten betrachten. Auch dass er nicht nur skulptural arbeitet, sondern sich auch als Maler, Zeichner, Musiker, Film- und Performancekünstler einen Namen gemacht hat, überrascht uns nicht wirklich. Seine vielseitigen Begabungen ermöglichen es ihm, Weltkunst im besten Sinne zu schaffen, die überall auf der Welt zu Hause ist. Im Zeitalter der Globalisierung besetzen seine Arbeiten ein Terrain, das vor kurzem erst erschließbar geworden ist. Seine Malerei ist kaum greifbarer als die Skulptur, und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.

14484749_1829808493920207_6377786200402533464_n.png

Mario Dalpra inszeniert mit Lust Situationen, die den Kunstfreund an seine Grenzen führen. Darf der das? Antwort: Ja, der darf das. Kanonische Festlegungen sind dem Künstler zuwider, daher kommen ihm Arbeiten gerade recht, die nicht in einen wie auch immer gearteten Kontext passen. Die bewusste Kontextvermeidung ist eine seiner künstlerischen Strategien, seine Kunst ist ein Laboratorium, in dem fast alles denkbar ist
Beinahe wie in einem Bilderbogen (nur chaotischer, oder besser: simultan) durchdringen sich da menschliche Figuren, Fauna, Flora und Texte, die in einem gewaltigen All-Over Geschichten erzählen, die sich der Betrachter selbst ausdenken muss. Auch in der Malerei finden wir die Fülle des Lebens vor, Reales, Phantastisches, Undenkbares und Traumhaftes. Wie im Traum überlagern sich die Erzählstränge und der Betrachter sieht sich unversehens vor die Aufgabe gestellt, diese Ariadnefäden zu entwirren. Dabei stößt man naturgemäß wie im Labyrinth auf tote Enden, endlose Verzweigungen, und ob es einen Ausgang gibt, ist mehr als ungewiss. Erstaunlicherweise vermitteln die Gemälde eine Tiefe abseits zentralperspektivischer Bildwelten.
Wie Hieroglyphenerzählungen begegnen uns diese Arbeiten, voller Erzählerlust, voller unerwarteter Wendungen und Überraschungen, sicherlich verstehbar, aber nicht unbedingt im Einzelnen entzifferbar. Und das ist das Wunderbare an dieser Arbeit: Wir dürfen den Kosmos des Künstlers darin entdecken und am Ende vielleicht uns auch selbst wiederfinden.

Text von Martin Stather

info@cselley-muehle.at

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s