LOFT8 GALERIE IN DER BROTFABRIK

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LOFT8 GALERIE IN DER BROTFABRIK

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LOFT8 GALERIE IN DER BROTFABRIK
REFLEXION – Systemic Paintings
Andras Gal/ Budapest – Robert Schaberl/ Wien
Vernissage : Freitag, 20. März 2015 | 18 Uhr
Begrüßung: Dr. Katharina Moser, Loft8
Einführung: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker und Autor, Bonn
Ausstellung: 21.März – 30. April 2015
Absberggasse 29/3, 1100 Wien / 1. Stock links
http://www.loft8.at

https://twitter.com/Loft8In

https://www.facebook.com/events/441147186043825/

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Hypnotisch vibrierende Farbkreise und farbsatte Monochromien – so unterschiedlich

Robert Schaberls „Zentralformen“ und die objekthaften Gemälde von András Gál

auch erscheinen mögen, beide basieren auf einem prozesshaften Begriff

von Malerei und resultieren ganz aus dem Zusammenwirken von Farbe,

Bildträger und unkonventionellen Prozeduren des Farbauftrags.

Die Arbeiten beider Künstler präsentieren sich klar, konzentriert und

kraftvoll und steigern sich im Dialog gegenseitig in ihrer besonderen Wirkung.

Peter Lodermeyer
http://www.lodermeyer.com

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Text –  Peter Lodermeyer – REFLEXION.SYSTEMIC PAINTINGS

GALERIE IN DER BROTFABRIK

REFLEXION. SYSTEMIC PAINTINGS
András Gál / Robert Schaberl

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Mit András Gál und Robert Schaberl kommen im Loft8 zwei Maler zusammen,

die seit Jahren konsequent ihre unverwechselbaren, eigenständigen Bildformen

entwickelt haben. Die monochromen, auch an den Seiten pastos mit

Farbe bedeckten, objekthaften Gemälde von András Gál und die hypnotisch

vibrierenden Farbkreise, die Robert Schaberl als „Zentralformen“ bezeichnet,

mögen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen. Gemeinsam ist

beiden Bildauffassungen jedoch, dass sie auf einem prozesshaften Begriff von

Malerei basieren und ganz aus dem Zusammenwirken von Farbmaterial, Bildträger

und eher unkonventionellen Prozeduren des Farbauftrags resultieren. Klar,

konzentriert und kraftvoll präsentieren sich die Werke der beiden Künstler

als gemalte Reflexionen über die „systemischen“ Grundlagen der Malerei.

Im Dialog der Ausstellung, im Neben- und Gegeneinander steigern sich die

beiden sehr verschiedenen, in ihrem thematischen Kern aber doch verwandten

Werkreihen gegenseitig in ihrer besonderen Wirkung.

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Mit András Gál, geb. 1968 in Budapest, stellt Loft8 einen Künstler vor,

der sich konsequent und mit einem ausgeprägten Bewusstsein malereihistorischer

Zusammenhänge die Möglichkeiten zeitgenössischer monochromer Malerei

erschlossen und über die Jahre systematisch erforscht hat. Sein Bildbegriff hat sich

im Kontext und in Auseinandersetzung mit der sogenannten Radikalen Malerei

entwickelt, einer internationalen Strömung nicht-gegenständlicher Malerei, die

insbesondere auf die Grundlagen des Malens und auf die materiellen Voraussetzungen

des gemalten Bildes (Farbe, Träger, Malprozess, Präsentation), aber auch auf die Rolle

des Sehens bzw. der Bildwahrnehmung reflektiert. In Gáls Farbmalerei, bei der er die

Ölfarbe meist pastos mit Rolle und Spachteln aufträgt, steht das Erlebnis von

Farbe in der doppelten Bedeutung von Kolorit und Material (colour and paint)

im Vordergrund. In einer bemerkenswerten Grundsatzerklärung hat der Künstler

insbesondere die Bedeutung des materiellen Aspekts der Farbe für seine Arbeit

hervorgehoben: „ Ich sehe meine Bilder noch heute nicht als Farb-Energie-Felder

an, viel mehr als emotionell interpretierbare Farbenstrukturen, als Material der Farbe,

die kalt und nass ist. Resignation, Überfluten, Ausströmen, Durchdringen, Spiel

mit dem Unaussprechbaren – es sind alles Begriffe, die bei mir von höchster

Wichtigkeit sind. Das Pigment ist von zweitem Rang…“

Robert Schaberl,ZF yellow green ocre 1-3 2010 (100x10 cm) (640x639)

Umso wichtiger sind Art und Verwendung des Pigments für die Malerei von
Robert Schaberl. Der 1961 in Feldbach (Steiermark) geborene Künstler, der seit 2002
in Wien lebt und arbeitet, ist bekannt für seine „Zentralformen“,
kreisförmige (um den Begriff von András Gál aufzunehmen) Farb-Energie-Felder
auf quadratischem Grund. Schaberls Bilder entstehen in einem ungewöhnlichen
Verfahren, bei dem die mit Baumwolle bespannten Bildträger mit einer eigens
konstruierten Drehvorrichtung in schnelle Bewegung versetzt werden, während der
Künstler die Farbe mit dem Pinsel aufträgt. In dünnen Lasuren appliziert
Schaberl Acrylfarben in zahlreichen Schichten übereinander. Dabei verwendet
er auch Effektpigmente, mit denen sich ein gewisser Perlglanz und changierende
Farb-Licht-Wirkungen erzielen lassen. So sehr die kreisrunden Zentralformen den
Betrachter zu einer frontalen Ansicht auffordern, so sehr ziehen die Farbwirkungen
der Bilder ihn zugleich zur Seite und fordern ihn auf, sich vor den Gemälden
zu bewegen. So macht man die faszinierende Erfahrung, dass die Kreisflächen
sich optisch zu drehen oder zu wölben scheinen und die Farben sich bei jedem
Wechsel der Betrachterposition oder des Umgebungslichts visuell erheblich
verändern. Schaberls „Zentralformen“ sind nie einfach mit sich identisch, sondern
interagieren in hohem Maße mit dem Auge des Betrachters.
Dr. Peter Lodermeyer

Click to access Peter_Lodermeyer_-_REFLEXION.pdf

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DR. PETER LODERMEYER
Peter Lodermeyer ist promovierter Kunsthistoriker, Kritiker, freier Autor und Kurator

mit Wohnsitz in Bonn. Er befasst sich vorwiegend mit neueren Tendenzen in

Zeichnung und Skulptur, mit Farbmalerei, Lichtkunst und Fragen zur Kunsttheorie

und Kunstkritik. Zuletzt erschienen seine Monographien zur Lichtkunst von

Jan van Munster und zur Malerei von Rainer Gross.

http://nicolai-mag.de/dr-peter-lodermeyer/

Mit freundlichem Gruß aus der Brotfabrik Wien

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Loft 8 – Galerie in der Brotfabrik

Esther Attar-Machanek
Press and PR | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.+43 1 802 27 79
E-mail: attar@loft8.at | klein@loft8.at
Absberggasse 29/3, 1100 Wien / 1. Stock links
http://www.loft8.at

http://www.estherartnewsletter.com

Bildtexte:
Andras Gal, untitled gray, 2014, 60x60cm, oil on canvas
Robert Schaberl, ZF yellow green ocre 1-3 2010 (100×10 cm)
Copyright (Abdruck honorarfrei):
Loft8- Kunstraum/ Robert Schaberl/ Andras Gal

Loft 8 – Galerie in der Brotfabrik

invitation:
On March 20​th​, 2015, Loft 8 – Kunstraum & Galerie in der Brotfabrik opens
REFLEXION – Systemic Paintings
Andras Gal/ Budapest – Robert Schaberl/ Wien
Opening: Friday, 20 March 2015 | 6 pm
Greetings: Dr. Katharina Moser, Loft8
Introduction: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker und Autor, Bonn
Exhibition: 21. March – 30. April 2015

Absberggasse 29/3, 1100 Wien / 1. Stock links
http://www.loft8.at

With this show Loft 8 brings together artists András Gál and Robert Schaberl.

Throughout the years both painters have consistently developed their distinctive

and unique pictorial forms. At first glance András Gál’s monochrome object-like

paintings, in which his pastose paint application wraps around the canvas’ sides,

may seem very different from Robert Schaberl’s hypnotically vibrating color circles,

which he refers to as Zentralformen (central forms). Both image conceptions, however,

are based on process- orientated notions of painting, and are wholly a result of the

synthesis between paint, surface, and rather unconventional processes of color

application. The works of both artists present themselves as clearly, unadulterated,

and vigorously painted reflections on the “systemic” foundations of painting.

Brought into dialog by this exhibition, beside and opposite each other, the particular

effect of these positions, which are very different in their thematic core yet related

to each other, is triumphant.

András Gál, born in Budapest in 1968, has consistently and systematically

explored and developed the boundaries of contemporary monochromatic

painting over the years through a strong awareness of art historical contexts.

His pictorial approach developed within the context and discussion of so-called

radical painting and an international non-representational painting movement that

deliberates the foundations of painting and the material requirements of the painted

image (color, surface, process and presentation), as well as the role of seeing

and image perception. Within Gál’s paintings, which he creates by applying pastose

oils with rollers and palette knives, the experience of color—meaning both color and

paint—stands in the foreground. In his artist statement Gál particularly emphasizes the

significance of the material properties of color in his works: “I do not regard my paintings

as color energy fields, but rather as emotionally interpretable color structures, as the

material of color, which is cold and wet. Resignation, overflowing, pouring out, penetration,

toying with the unpronounceable —these are all terms that are of upmost importance to me.

The pigment is secondary…”
To Robert Schaberl the manner and usage of pigments in his paintings is all the more

significant. This artist, born in 1961 in Feldbach, Styria, has been living and working in

Vienna since 2002 and is known for his Zentralformen (central forms), circular

“color energy fields” (to use András Gál’s term) on a square surface. Schaberl’s paintings

are created through an unusual practice: he sets his cotton canvases into rapid motion with

a specially constructed rotation device while using a brush to apply paint. Schaberl layers

multiple coats of thin acrylic washes with special-effect pigments to achieve a mother-of-pearl

sheen and an impression of varying color that changes in different lights. As much as the

circular Zentralformen (central forms) are enticing viewed from the front, they also direct

the viewer to the sides and invite him or her to move around the paintings. In this way

the viewer experiences fascinating circular fields that seem to rotate or swell with the

significant color changes seen at each new position. No one of Schaberl’s Zentralformen

(central forms) is like another and their dependence on the perception of the viewer renders

them highly interactive.

Peter Lodermeyer
http://www.lodermeyer.com

Esther Attar-Machanek
Press and PR | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

http://www.estherartnewsletter.com/

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