Wien Museum Karlsplatz

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Wien Museum Karlsplatz
ROMANE THANA
ORTE DER ROMA UND SINTI
Pressegespräch: Mittwoch, 11. Februar 2015 | 10 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 11. Februar 2015 | 18.30 Uhr

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Kuraroten/innen:
Andrea Härle Romano Centro |  Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten

Werner Michael Schwarz  | Susanne Winkler Wien Museum

Michael Weese Landesmuseum Burgenland

Ausstellungsarchitektur: Alexander Kubik
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Initiative Minderheiten, dem Landesmuseum Burgenland und dem Romano Centro
Ausstellung: 12. Februar – 17. Mai 2015
Karlsplatz, 1040 Wien
http://www.wienmuseum.at/de

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2012 initiierte der Musiker Harry Stojka die Aktion „Ich bin gegen das Wort Zigeuner”. Die Aufnahme entstand im Café Korb.

Dokumentarische und künstlerische Beiträge:
Gerhard Baumgartner, Usnija Buligović, Barka Emini, Robert Gabris, Lilly Habelsberger, Gilda Horvath, Manuela Horvath, Stefan Horvath, Willi Horvath, Rabie Perić, Žaklina Radosavljević, Marius Weigl, Manuel Weinrich, Tamara Weinrich

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Die Ausstellung gibt Einblicke in die Lebenssituation von Roma und Sinti in Österreich und erzählt deren Geschichte und Geschichten. Phasen der Zwangsassimilierung wechselten mit solchen der Ausgrenzung. Im Fokus stehen Orte: die seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Siedlungen der Burgendland-Roma ebenso wie traditionelle Plätze in Wien oder Zwangsorte der Verfolgung.

Geschätzte 90% der österreichischen Roma wurden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ermordet. Die wenigen Überlebenden standen nach 1945 vor dem Nichts und wurden systematisch benachteiligt. Etliche zogen nach Wien, auch in der Hoffnung, nicht erkennbar zu sein. Der überwiegende Teil der heute in Österreich lebenden Roma und Sinti kam als Arbeitsmigranten aus Ost- und Südosteuropa. Lange Zeit und bis heute lebten viele „im Verborgenen“.

Darstellungen von Roma und Sinti stammten über Jahrhunderte hauptsächlich von Nicht-Roma. Dazu gehören romantisierende Vorstellungen ebenso wie Bilder der Verachtung. Es existieren kaum historische Selbstzeugnisse. Auf diese Weise wurden Stereotypen und Feindbilder festgeschrieben, die letztlich der Legitimation von rassistischer Verfolgung dienten und weiterhin dienen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen als Gegenperspektiven elf Beiträge von Menschen aus der Roma- und Sinti-Community, die ihrer Familiengeschichte nachgingen, sich mit ihrer Identität auseinandersetzten oder für die Ausstellung recherchierten, Videointerviews machten oder künstlerische Beiträge lieferten. Solche Geschichten führen zum Busbahnhof Erdberg wie zu den Roma-Reinigungskräften im Wiener AKH. Welche Folgen hatte das Oberwarter Attentat von 1995 auf die Menschen in der Roma-Siedlung? Von der schmerzhaften Auseinandersetzung mit dem Holocaust zeugt eine Gruppe von Gemälden von Ceija Stojka, die vom Wien Museum angekauft wurde. Aus der Vielstimmigkeit der Geschichten ergeben sich neue Sichtweisen auf die Gegenwart, die klischeehafte Wahrnehmungen durchbrechen.

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